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Vertraut und doch neu

Winterthur. Sieben Saisons war er fort, jetzt kehrt Fabio Lunardi zum Volleyballclub Smash zurück: Der 25-Jährige ist der neue Zuspieler im ambitionierten Winterthurer 1.-Liga-Team.

Der NLA-Verein Züri Unterland plant ohne ihn. Nach einer Saison fast ohne Siege stellt der Klub aus Kloten sein Team neu auf. Fabio Lunardi, der sich zuvor mit Loris De Notaristefano die Position am Zuspiel teilte, wäre nur noch dritte Wahl gewesen. Da kam die Anfrage aus Winterthur gerade richtig: Der bald 26-Jährige ist zu seinem Stammklub zurückgekehrt, den er vor sieben Jahren verlassen hatte, nachdem die Junioren-Equipe, in der er gespielt hatte, wegen zu weniger Spieler aufgelöst worden war.

Als Fabio Lunardi wegging, bestritt das erste Team von Smash die Meisterschaft in der 2. Liga. Auswärts bot sich dem ambitionierten Volleyballer die Möglichkeit, weiter oben am Netz zu stehen. Schon als 16-Jähriger hatte Lunardi bei Volero Zürich die Möglichkeit erhalten, in einem NLA-Team mitzutrainieren. Nach einer Schulterverletzung, die ihn ein halbes Jahr ausser Gefecht setzte, startete er bei Züri Unterland neu. Und gehörte zum Team, das aus der 1. Liga in die NLA aufstieg.

Zeit für Reisen und Singen

Jetzt macht Lunardi den Schritt zurück in die 1. Liga. Trainiert nur noch zweimal statt viermal in der Woche. Im Leben des studierten Bewegungswissenschafters und Sportlehrers haben nun auch andere Dinge Platz. Im Februar verreist er mit der Freundin einen Monat zum Trekken nach Nepal, danach sechs Wochen nach Thailand. Vor einem Jahr bekannt geworden durch einen Auftritt in «SF bi de Lüt», singt Lunardi erstmals in einer Band. Sie nennt sich «Kühles Moos» und hat sich dem Jazz und Funk verschrieben.

«Vorher blieb für das Singen wenig Zeit. Das störte mich aber nicht.» Sein Leben sei auf Volleyball ausgerichtet gewesen, erzählt Fabio Lunardi. «Während der Zeit im Gymnasium wurde es immer mehr. Ich war in der Regionalauswahl, spielte in der Halle und auch Beachvolleyball – ich kannte es nicht anders.» Aber zuletzt «fing es an zu genügen». Als er zu Smash zurückkehrte, brachte er mit Thomas Schatzmann und Ralph Stamm noch zwei seiner früheren Teamkollegen von Züri Unterland mit.

Wie es sich anfühlt, wieder bei Smash zu sein? «Es ist vertraut und neu», beschreibt Lunardi. «So trainieren wir im Rychenberg, wo ich zur Schule ging und jetzt arbeite.» (Als Sportlehrer, die Stellvertretung dauert bis November.) Mit den neuen Teamkollegen Michael Hardmeier und Samuel Mäder spielte Lunardi einst im selben Juniorenteam. Es hat sich aber auch einiges verändert. «Im Verein sind neue Leute federführend. Es ist eine gute Ener­gie­ da.» Schade sei aber, dass das Team im Frühling aus der NLB abgestiegen sei. «Wir haben ja einige Spieler mit Erfahrung.» Einer von ihnen ist Lunardi selbst.

Der Zuspieler sagt, er sei gespannt, ob er sich nun über sich selbst nerve, weil ihm die Automatismen fehlten mit nur noch halb so viel Training. Auf die Zeit in der NLA blickt er positiv zurück. «Ich bin froh, dass ich das gemacht habe.» Früher habe er die NLA immer als sein sportliches Ziel angegeben. «Aber es hätte mich schon auch gereizt, in einem konkurrenzfähigen Team mitzuspielen.» Als Profi zu leben und zweimal am Tag zu trainieren. Nur, ein Angebot kam nie. «Ich habe mich aber durchaus wie ein Halbprofi gefühlt», lacht Fabio Lunardi. Zweimal trainierte Züri Unterland in Kloten nämlich mitten in der Nacht – von 21.30 bis 23 Uhr.

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