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Viel Geld für Zürcher Ideen

Alle zwei Jahre greift Siska-Inhaber Robert Heuberger tief in die Taschen und unterstützt sechs Start-ups mit 600 000 Franken. Dieses Mal hat keine Winterthurer Firma vom Preisgeld profitiert. Die drei Sieger stammen alle aus Zürich.

Die Zürcher Start-ups haben für einmal die Nase vorn. Bei der gestrigen Preisverleihung des Heuberger-Jungunternehmerpreises konnten gleich drei Unternehmen mit Sitz in Zürich aufs Podest steigen und jeweils 150 000 Franken einheimsen. Zu den Siegern gehören die Medizinalhersteller Calcis­co und Samantree Technologies und der Nanofabrikant Swisslitho. Sie überzeugten die Jury mit kommerzialisierten Bluttests, Mikroskopen zur Krebsfrüherkennung und neuer Technik in der Nanoproduktion. Die drei Siegerfirmen setzten sich dabei gegen 130 Mitbewerber aus der Deutschschweiz durch. Den mit jeweils 50 000 Franken dotierten zweiten Platz teilen sich der Logistikbetrieb Boxtango aus Romanshorn, der Dübendorfer Komponentenhersteller Monolitix und die Zürcher Firma Urbanfarmers, die in Städten Dachfarmen für Gemüse und Fischzucht einrichtet. Heubergers Hoffnung Der millionenschwere Immobilienunternehmer Robert Heuberger übergab gestern den Check für das Preisgeld mit einem Rückblick auf seine eigene Karriere. Im Gegensatz zu den heute prämierten Geschäftsideen, die alle aufgrund ihrer Innovation ausgewählt worden seien, sei seine Firma vor knapp 60 Jahren mehr aus Zufall entstanden. Er habe sich schlicht und einfach gelangweilt bei der Arbeit auf der Bank und deshalb eine neue Herausforderung gesucht. Seit damals wachse seine Firma jedes Jahr. «Es ging immer bergauf», so Heuberger. Was für seine eigene Firma gilt, hofft der Preisstifter natürlich auch für die ausgezeichneten Jungunternehmer. Doch nicht jede ausgezeichnete Firma konnte sich über Wasser halten. So musste schon das eine oder andere Jungunternehmen seine Tätigkeit wieder einstellen. Um welche es sich dabei genau handelt, möchte die Standortförderung Winterthur aber nicht präzisieren. Den Siegern aus den beiden letzten Preisverleihungen von 2011 und 2009 gehe es jedoch sehr gut, sagte Michael Domeisen von der Standortförderung Region Winterthur während der Verleihung. Der Verein organisiert alle zwei Jahre den Jungunternehmerpreis und sucht gemeinsam mit der Firma Startups.ch die Halbfinalisten aus den zahlreichen Bewerbungen aus. Danach entscheidet eine Fach-, später eine Finaljury, wer die dicken Checks erhalten soll. In der Jury sitzen bekannte Namen wie Stadtpräsident Michael Künzle, Nobelpreisträger Richard Ernst, Swiss-Chef Bruno Gehrig und natürlich Robert Heuberger selbst.

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