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Viele Brocken, wenige Häppchen

Die Spannweite der Massnahmen zur Verbesserung des Haushalts reicht von Verzicht auf den Teuerungsausgleich für das Personal bis hin zum Abspecken des teuren Behördenapéros im Theater.

130 Einzelposten zwischen 1000 und 7 000 000 Franken umfasst die «Übersicht der beschlossenen Massnahmen Effort 14+». Addiert man die Beträge, erhält man die Summe von 31,95 Millionen Franken. Die grössten Beiträge stammen aus den Allgemeinkosten der Stadt, aus dem Schuldepartement und dem Sozialdepartement. Den kleinsten Beitrag leisten die Technischen Betriebe (siehe Grafik links). Die Schwergewichte Der grösste einzelne Beitrag von 7 Millionen Franken geht auf Kosten der städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie müssen 2014 auf Teuerungsausgleich und Stufenanstieg verzichten. Mehr «Rendite» erwartet der Stadtrat von Stadtwerk, das zusätzlich 4,2 Millionen abliefern soll. In den Alterszentren werden 18 Stellen abgebaut und damit der Aufwand um 2,2 Millionen gesenkt. Aufgelöst werden die Betriebsreserven der städtischen Parkhäuser, was 1,3 Millionen in die Kasse spült. Beim Unterhalt der Schulanlagen sollen 1,1 Millionen gespart werden. Die Tarife für die Zahnuntersuchungen der Schüler werden erhöht, das Angebot aber nicht auf die Kinder zwischen 0 und 5 Jahren ausgedehnt: Ergebnis 1 Million. Bereits bekannt war die Plafonierung der Ausgaben für die interne und externe Sonderschulung, wo eine Ausgabensteigerung von 0,8 Millionen erwartet wurde. Weniger stark steigen als geplant sollen auch die Beiträge der Stadt an die Kinderkrippen (0,6 Millionen). Um je 0,5 Millionen verbessert wird die Rechnung der Stadt durch eine Reduktion der Beiträge zur Integration von Fürsorgeempfängern, durch Mehreinnahmen bei den Horten und mit dem Verzicht auf ein Info-Zentrum für Lehrer. Um 0,47 Millionen gekürzt werden die Beiträge an Kulturanbieter. Mit der Einführung eines Einheitstarifs für die Haushalthilfe der Spitex und durch eine Effizienzsteigerung der Organisation soll das Ergebnis um 0,45 Millionen Franken verbessert werden. Kleiner, aber ebenfalls spürbar Neben den schweren Brocken sind auch viele kleinere Posten zu finden. Für die Einwohnerinnen und Einwohner sind die Auswirkungen gleichwohl spürbar: So werden die Gebühren für Baubewilligungen erhöht, was 350 000 Franken bringen soll. Angehoben werden auch die Gebühren für den Sportpass (200 000), die Einbürgerung (100 000), die Benützung der Fussballplätze (70 000) und der Bibliothek (50 000). Teurer werden auch die Tickets fürs Theater Winterthur (200 000 Franken). Verzichtet wird auf den Ausbau der Gymivorbereitungskurse, was die Stadt 130 000 Franken gekostet hätte, und auf die Schaffung einer bereits bewilligten «Graffiti-Stelle», die Graffiti und Tags schnell hätte entfernen sollen (80 000 Franken). Reduziert wird der Winterdienst (50 000 Franken). Nicht mehr geben wird es künftig den gedruckten Veranstaltungskalender, dessen Herstellung und Vertrieb die Stadt jährlich 50 000 Franken gekostet hat. Ausgebaut wird hingegen die Parkplatzbewirtschaftung durch Private. Schon bisher waren private Firmen für das Verteilen der Bussen rings um die Altstadt zuständig, neu sind sie es auch im Stadtzentrum, was für die Stadt einen Mehrertrag von 115 000 Franken bringt. Auch das ist Sparen Neben den schwerwiegenden Kürzungen und Erhöhungen gibt es auf der Liste auch Posten, die verblüffen: So war das Volks-Nein zum Cabriodach nicht nur der Verzicht auf eine Investition, sondern auch eine Sparmassnahme. Weil nicht gebaut wird, spart die Stadt 609 000 Franken – natürlich nur im Vergleich mit der Finanzplanung, aber trotzdem. Das Bauamt will künftig den Nutzen von Studien vermehrt prüfen, bevor sie in Auftrag gegeben werden (50 000 Franken). Behördenmitglieder erhalten im Theater nur noch einen «reduzierten» Apéro. Wie opulent sie bisher bewirtet wurden, lässt sich daran ablesen, dass sich bei dem Posten 15 000 Franken einsparen lassen. In die Kategorie verzichtbarer Luxus fällt auch folgende Sparmassnahme: Neue Mitarbeiter der Stadt erhalten künftig keine Kulturgutscheine mehr – bisher liessen wir uns das 10 000 Franken pro Jahr kosten.

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