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Viele Studierende greifen zu leistungssteigernden Medikamenten

In Deutschland greifen laut einer Studie offenbar mehr Studierende zu leistungssteigernden Mitteln als bislang angenommen. Jeder fünfte Studierende betreibt zumindest phasenweise sogenanntes Hirndoping.

Dies berichtete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Freitagsausgabe) unter Berufung auf eine Studie von Mainzer Wissenschaftlern. Die Forscher befragten dazu 2557 Studierende verschiedener Fachrichtungen. Um ihre Leistung zu steigern, nehmen die Studierenden Koffeintabletten zum Aufputschen, aber auch verschreibungspflichtige Mittel wie Alzheimermedikamente, Amphetamine, Stimmungsaufheller und auch Ritalin, das eigentlich gegen das ADHS-Hyperaktivitätssyndrom verordnet wird. Am stärksten im Umlauf sind die stimulierenden Mittel demnach an Sportfakultäten. Etwa jeder vierte Sportstudierende schlucke Pillen. Im Bereich Kulturwissenschaften liege der Anteil bei 21 Prozent, bei Wirtschaftsstudierenden bei 20 Prozent und bei Studierenden der Medizin, Psychologie und Naturwissenschaften bei 17 Prozent. Unter Sprachstudierenden und Pädagogikstudierenden ist Hirndoping mit Pharmaka gemäss der Studie dagegen deutlich weniger üblich - hier liegt der Anteil bei 12 Prozent. Unterschiede gibt es auch bei den Geschlechtern. So waren Männer mit im Schnitt fast 24 Prozent deutlich freizügiger mit den Pillen als Frauen (17 Prozent), wie die "FAZ" weiter berichtete. Zudem greifen Jüngere eher zu den Stimulantien. Fast 25 Prozent der Erstsemester und 17 Prozent der höheren Semester nehmen demnach Pillen zur Leistungssteigerung ein. Eine vor einem Jahr veröffentlichte Untersuchung des HIS-Instituts für Hochschulforschung im Auftrag des deutschen Gesundheitsministeriums hatte indes ergeben, dass nur etwa 5 Prozent der Studierenden Hirndoping betreiben. (sda)

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