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«Vielleicht das beste Tennis meiner Karriere»

Basel. Im Gegensatz zu Roger Federer tags zuvor hat Juan Martin del Potro an den Swiss Indoors problemlos die Viertelfinals erreicht.

Für den Argentinier Juan Martin del Potro, der sich im Vorjahr im Endspiel gegen Roger Federer durchgesetzt hatte, war das 6:1, 6:2 gegen Marcos Bagh­datis der siebte Sieg in Folge in Basel. Der Zyprer vergab in der Startphase fünf Breakchancen. Fast jedes Game im ersten Satz war umstritten und trotzdem stand es bald 0:5. Der frühere Australian-Open-Finalist wehrte zwar fünf Satzbälle ab, um zumindest der Höchststrafe eines 0:6 zu entgehen, danach dominierte del Potro aber klar.

«Ich spiele in diesem Jahr vielleicht das beste Tennis meiner Karriere», meinte del Potro, der heuer bisher drei Turniere gewonnen hat. Der 25-Jährige sieht sich auf gutem Weg in Richtung Top 4. In Basel, wo er heute auf den Qualifikanten Paul-Henri Mathieu trifft, nimmt er Match für Match, weiss aber: «Das Publikum erwartet einen Final zwischen mir und Federer.»

Del Potro, Federer und Grigor Dimitrov sind die letzten Gesetzten im Turnier. Deshalb kommt es in den anderen Viertelfinals zu unerwarteten Duellen. Der Kroate Ivan Dodig (ATP 29) spielt gegen den Kanadier Vasek Pospisil (ATP 40) um einen möglichen Halbfinal gegen Federer. Edouard Roger-Vasselin (ATP 65), Bezwinger von Stanislas Wawrinka, trifft auf den Deutschen Daniel Brands (ATP 58), der Federer in Gstaad geschlagen hatte.

Federer gegen Dimitrov

Roger Federer selbst bestreitet seinen Viertelfinal heute Abend gegen den 22-jährigen Grigor Dimitrov. Der Bulgare wird von seinen Möglichkeiten und seiner Spielanlage oft mit Federer verglichen. «Ich habe zwei-, dreimal mit ihm trainiert. Wir haben viele Gemeinsamkeiten», bestätigte der Baselbieter. Dimitrovs grosser Durchbruch liess aber bisher auf sich warten, wovon auch die vielen Trainerwechsel zeugen. Aktuell arbeitet der Freund von Maria Scharapowa mit dem Australier Roger Rasheed zusammen, der schon Gaël Monfils, Jo-Wilfried Tsonga und Lleyton Hewitt betreut hat. Gestern gewann Dimitrov gegen Alexander Dolgopolow (ATP 38) seinen siebten Match in Folge.

Für Federer geht es weiter auch um Punkte für die World Tour Finals. Gewinnt er in Basel, steht die Qualifikation fest. Aber selbst wenn keine Punkte mehr dazukommen – weder in Basel noch in Paris-Bercy –, ist ihm die Teilnahme kaum mehr zu nehmen. «Doch es geht nicht nur um die Qualifikation. Ich will nicht nach London reisen und dort dreimal verlieren. Der Formaufbau hier in Basel und in Paris ist wichtig», so Federer. Es fehle ihm noch ein wenig an Matchpraxis, um sein bestes Niveau zu erreichen. «Ich habe gute Phasen, aber auch noch viele Hochs und Tiefs im Spiel.» (si)

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