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Vier Fusionsvarianten werden nun berechnet

Die Strassen und die nötigen Sanierungskredite sorgten an der Gemeindeversammlung für Diskussionen. Und auch das Thema Fusion kam wieder aufs Tapet.

Nur mit Vorbehalt konnten die 35 Anwesenden am Donnerstagabend an der Gemeindeversammlung in Hofstetten einen Kredit für eine Strassensanierung genehmigen. Denn die 70 000 Franken stehen nicht im Budget, weshalb der Kanton der Ausgleichsgemeinde erst das Okay für die Ausgabe geben muss. Denn im Budget 2014 musste Hofstetten schon 350 000 Franken für eine Strassensanierung einstellen, die im letzten Jahr zwar genehmigt, aber nicht durchgeführt wurde. Ein Stimmbürger stellte darum einen Rückweisungsantrag. «So lange wir nicht wissen, wie der Steuerfuss im nächsten Jahr aussehen wird, sollten wir auch keine Kredite ausserhalb des Budgets bewilligen», sagte er. Gemeindepräsident Roger Gerber antwortete, dass man auf eine Ausnahmebewilligung des Kantons hoffe. Zudem sei Hofstetten sowieso auf Finanzausgleich angewiesen, weshalb man im nächsten Jahr den vom Kanton festgesetzten Maximalsteuerfuss habe. «Auch wenn wir Sanierungskredite nicht sprechen», sagte er. Der Rückweisungsantrag wurde mit 11 zu 15 Stimmen abgelehnt und der Kredit am Ende bewilligt. Weiter wurden 185 000 Franken für den Neubau der Wasserleitung Geretswil gesprochen. Auch da flammte kurz die Steuerfussdebatte auf. Gerber wies jedoch darauf hin, dass die Wasserversorgung durch Gebühren finanziert wird und der Kanton darum nicht mitreden kann. Der Kanton schiesst 1,1 Millionen Franken ein Die Versammlung genehmigte auch die Jahresrechnungen der Politischen Gemeinde und der Primarschule. Die Rechnung der Gemeinde schloss – ausgeglichen durch den Finanzausgleich – mit einem Aufwand und Ertrag von rund 3,6 Millionen Franken. Aus dem Ausgleichstopf flossen rund 1,1 Millionen Franken. Die Primarschule schloss rund 160 000 Franken besser ab als budgetiert. Sie verzeichnet einen Aufwand von rund 1,16 Millionen Franken und einen Ertrag von rund 1,32 Millionen Franken Kosten wahrscheinlich durch vier geteilt Mit einem «persönlichen Ausblick» schloss Gerber seine erste Gemeindeversammlung. Er informierte dabei über die Fusionsgespräche im Eulachtal. Derzeit sei Fusionsberater Alfred Gerber dabei, die finanziellen Auswirkungen von vier möglichen Varianten für einen Zusammenschluss im Eulachtal zu berechnen. Die erste Variante sei der Zusammenschluss von Elgg und Hofstetten – politisch und von den Primarschulen. Die zweite Variante sei die Fusion der Politischen Gemeinden Hofstetten, Elgg und Hagenbuch. Die dritte Variante wäre der Zusammenschluss von Schlatt, Elgg und Hofstetten und die vierte Variante die Vereinigung aller vier beteiligten Eulachtalgemeinden, sprich Schlatt, Elgg, Hagenbuch und Hofstetten. Als nächste «mögliche Schritte» bezeichnete Gerber die Einigung auf eine realisierbare Lösung. Dann stehe der Austausch mit dem Kanton an, um die Höhe der finanziellen Unterstützung abzuklären. 2015 könnte eine Grundsatzabstimmung stattfinden. Und wenn diese positiv ausfallen würde, müssten die konkreten Beiträge mit dem Kanton ausgehandelt werden. Danach wäre eine Abstimmung über die gewünschte Variante nötig und schliesslich die Umsetzung der Fusion. «In meinem Ausblick ist vielleicht auch Wunschdenken enthalten», sagte Geber. Ein Bürger wollte wissen, ob die Kosten für die Vorarbeiten – für die bisher 28 000 Franken bewilligt wurden – nach der Einwohnerzahl der vier beteiligten Gemeinden aufgeschlüsselt würden. Gerber erklärte daraufhin, dass die Kosten wahrscheinlich durch vier geteilt würden. «Das ist für uns natürlich pro Einwohner eine höhere Belastung», sagte er. «Aber wir sind in diesem Thema Bittsteller.» Die Elgger könnten rein theoretisch sagen, dass sie gar nichts zahlen, meinte Gerber. «Sie müssen ja nicht unbedingt fusionieren.» Dennoch würden sie die Gemeinde finanziell beteiligen. Ines Rütten

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