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Vier Jahre für notorischen Betrüger

Ein mehrfach vorbestrafter Betrüger aus der Region Winterthur muss vier Jahre in den Knast. Zu seinen Opfern zählt eine Firma aus Illnau-Effretikon.

Es war im Sommer 2012, als das Zürcher Obergericht den heute 61-jährigen Ostschweizer wegen Betrügereien in Millionenhöhe zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von sechs Jahren und neun Monaten verurteilte. Damals gelobte er Besserung und zeigte sich bereit, während des Strafvollzugs eine ambulante Psychotherapie zu besuchen. Was er allerdings nicht tat.

Stattdessen delinquierte er im Zürcher Oberland, in der Region Winterthur und in der Ostschweiz munter weiter.

Fiktive Personalvermittlung

Der Berufsbetrüger suchte sich diverse Temporärfirmen als Opfer aus. So liess er sich jeweils Provisionen für fiktiv vermitteltes Personal auszahlen. Am schlimmsten traf es eine Firma in Illnau-Effretikon. Innerhalb eines Jahres stellte ihr der Hochstapler erfundene Rechnungen für über 495 000 Franken zu. Wobei das geschädigte Unternehmen ihm rund 260 000 Franken überwies.

Schmutziger Ölhandel

Der phasenweise in Winterthur und Eschlikon wohnhafte Betrüger bestellte auch mehrere Zehntausend Liter Heizöl und liess die Lieferanten auf den offenen Rechnungen sitzen. Worauf er das Öl gewinnbringend weiterverkaufte.

Der Beschuldigte, der sich seit dem Juli 2013 erneut im Strafvollzug befindet, legte am Mittwoch am Bezirksgericht Zürich ein umfassendes Geständnis ab und ermöglichte damit einen Prozess im abgekürzten Verfahren. Er anerkannte auch den Deliktsbetrag von rund 635 000 Franken.

Der Beschuldigte wurde wegen gewerbsmässigen Betrugs, Ver­untreuung sowie mehrfacher Urkundenfälschung zu einer Gesamtstrafe von 51 Monaten verurteilt. Die vom Obergericht angeordnete ambulante Behandlung hoben die Bezirksrichter auf. Der Beschuldigte wurde verpflichtet, für einen Grossteil des Schadens aufzukommen.

Attila Szenogrady

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