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Vier Medaillen für die LVW

An der Schweizer Meisterschaft in Frauenfeld gewannen Stabhochspringer Patrick Schütz und Mittelstrecklerin Lisa Kurmann Silber. Stabhochspringerin Angelica Moser und Sprinterin Cornelia Halbheer holten Bronze.

Die Leichtathletik-Schweizer-Meisterschaften standen im Fokus der EM in Zürich im August. Veranstalter und Athleten probten den Ernstfall, teils bei traumhaftem Wettkampfwetter am Freitag, teils bei katastrophalen Bedingungen am Samstag, die den Stabhochsprungwettkampf der Frauen sprichwörtlich im Regen untergehen liessen. Halbheers Bestleistung Für Freud und Leid bei der LV Winterthur sorgten am Freitag die 100-m-Sprinter. Während Cornelia Halbheer überraschend Bronze gewann, sorgte Amaru Schenkel für einen Fehlstart im Final («Landbote» vom Samstag). Halbheer lief im Vorlauf in 11,86 (bei 1,2 m/s Rückenwind) eine sensationelle neue Bestleistung, nachdem sie am 12. Juli diesen Jahres erstmals unter 12 Sekunden geblieben war. Halbheer selbst hätte diese Zeit nicht für möglich gehalten, obwohl sie sich gut in Form fühlte. Im Halbfinal (11,90, + 0,4 m/s) und im Final (11,94, + 0,4 m/s) kam sie nicht mehr ganz an diese Zeit heran. Im Final erwischte sie einen schlechten Start, lief dann bis 70 m an der viertplatzierten Michelle Cueni (LC Zürich) vorbei und rettete schliesslich wenige Tausendstelsekunden ins Ziel, Cueni wurde ebenfalls in 11.94 s gestoppt. Schenkel wie Halbheer waren auch über 200 m am Start. Schenkel trat nach 21,24 (– 0,5 m/s) im Vorlauf den Finallauf nicht an: Kurz vor der EM eine Verletzung einzufangen, wollte der Sprintstar vermeiden. Halbheer wurde über die halbe Bahnrunde in 24,87 Siebte (Vorlauf 24,65). Schütz standesgemäss Nach Schenkel war Lisa Kurmann die zweite Athletin der LV Winterthur, die ihren Titel abgeben musste. Die Form von Fabienne Schlumpf (TG Hütten), letztes Jahr die Geschlagene, war für einmal besser. Nach vielen Positionskämpfen und einem unruhigen Rennverlauf musste sich Lisa Kurmann über 1500 m in 4:24,13 Schlumpf (4:22,89) auf den letzten 200 m geschlagen geben. Auch der nicht so guten Dinge sind drei. Patrick Schütz konnte letztes Jahr im Stabhochsprung vom Lapsus seines Kontrahenten Marquis Richards (TV Arlesheim) profitieren, der auf seiner Anfangshöhe dreimal scheiterte. Dieses Jahr rief Schütz wieder eine standesgemässe Leistung von 5,00 ab und sicherte sich eine weitere Silbermedaille. Richards liess dieses Mal nichts anbrennen und siegte überlegen mit 5,40 m. Regen drückt aufs Niveau Den schlechteren Part hatten im Stabhochsprung die Frauen am Samstag zu erleiden. Abwechselnd starker und leichter Regen während des gesamten Wettkampfes drückte auf das Niveau der Leistungen und führte schliesslich dazu, dass bei 4,30 m fertig war, niemand wollte oder konnte mehr springen. Hinter Siegerin Anna-Katharina Schmid und Nicole Büchler (je 4,20 m) kam Angelica Moser am nächsten an ihr Top-Niveau heran. Sie griff trotz der widrigen Bedingungen eine neue Bestleistung von 4,25 m an, was aber noch nicht klappte. Mit 4,10 m wurde sie Dritte. Schwester Jasmine Moser übersprang 3,70 m und wurde damit Vierte. Platz 2, aber keine Medaille Estefania Garcia ist mit dem Pass der Dominikanischen Republik nach wie vor nicht medaillenberechtigt, springt aber nach wie vor regelmässig in die (für sie noch hypothetischen) Medaillenränge. So auch dieses Jahr. Mit 6,11 m landete sie hinter Irene Pusterla (VIGOR Ligornetto, 6,52 m) auf Platz 2. Garcia steigerte sich von Sprung zu Sprung und übertrat im sechsten Versuch einen Sprung, der wohl eine neue Bestleistung bedeutet hätte (bisher 6,14 m). Reggel mit Bestzeit Garcias Teamkollegin Valérie Reggel kam mit 5,86 m auf Rang 6. Die bereits im Siebenkampf für die EM qualifizierte Reggel setzte ihren Glanzpunkt über 100 m Hürden. Hinter den Spezialistinnen lief sie in 13,91 auf Rang 4. Im Vorlauf überzeugte sie in 13,72 (+ 0,8 m/s) mit einer neuen persönlichen Bestzeit. Dazwischen lief Reggel die 200 m in 24,43 (+ 0,9 m/s), verzichtete aber auf den Final. Im Kugelstossen testete Reggel ebenfalls für die EM: 12,98 m und Rang 6. Über 5000 m lief Fabian Jucker bis Kilometer 3 mit der Spitze mit, ehe er abreissen lassen musste. Er verteidigte auf der verbleibenden Strecke «seine» Position, den vierten Rang, wie letztes Jahr. In 14:56,24 realisierte Jucker seine bisher beste Zeit der Saison. Bei den Frauen über 5000 m lief Sulamith Schilling in 18:17,26 min auf Rang 5 und Pascal Flüglistaler in 18:21,10 min auf den sechsten Rang. Dario Meier warf den Speer auf 57,56 m und erreichte damit Rang 7. ps

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