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Vier Verletzte bei Ausschreitungen in südafrikanischer Goldmine

Bei gewaltsamen Auseinandersetzungen in einer südafrikanischen Goldmine sind nach Polizeiangaben vier Minenarbeiter verletzt worden. Rund 200 nach einem wilden Streik gefeuerte Arbeiter griffen mit Stöcken und Eisenstangen ehemalige Kollegen in der Mine östlich von Johannesburg an.

Vier Arbeiter seien ins Spital gebracht worden. Möglicherweise seien sie auch durch Schüsse verletzt worden, sagte ein Polizeisprecher. Der Vorfall werde derzeit untersucht.

Nach Angaben des Minenbetreibers Gold One hatten insgesamt 60 entlassene Arbeiter am am Montagmorgen versucht, den Eingang zur Mine Modder East zu blockieren. Die Polizei sei mit Tränengas und Gummigeschossen gegen die Blockierer vorgegangen, am Nachmittag habe sich die Lage wieder beruhigt.

Laut Gold One wurden die Kumpel in den vergangenen Wochen wiederholt bedroht und angegriffen. Hintergrund ist demnach ein wilder Streik in der Goldmine im vergangenen Juni, nach dem der Betreiber mehr als die Hälfte seiner Arbeiter entlassen hatte. 300 der Entlassenen wurden inzwischen auf eigene Bitte wieder eingestellt.

Mitte August waren bei einem Streik in der südafrikanischen Platinmine Lonmin in Marikana 44 Menschen getötet worden. 34 von ihnen wurden von der Polizei erschossen. Nach eigener Darstellung handelte sie in "legitimer Notwehr", da sie angegriffen worden sei, doch wird diese Darstellung inzwischen angezweifelt.

Die Situation in dem Bergwerk war stark angespannt, nachdem im Kampf zwischen rivalisierenden Gewerkschaften zehn Menschen getötet worden waren, darunter zwei Polizisten.

(sda)

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