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Vier Weiler wollen in die Kernzone

Die Bau- und Zonenordnung ist revidiert. Aber noch ist offen, ob die Hofstetter Weiler Jakobstal, Geretswil, Scheunberg und Steig eingezont werden. Die Gemeindeversammlung war dafür, doch der Kanton hatte bisher kein offenes Ohr für dieses Anliegen.

Schon länger hatte sich der Hofstetter Gemeinderat beim Kanton dafür eingesetzt, die Weiler Jakobstal und Geretswil zur Kernzone zu erklären. Denn die Häuser dort stehen heute in der Landwirtschaftszone. Die Nutzung der Gebäude ist damit stark eingeschränkt. Doch bisher ist die Gemeinde beim Kanton abgeblitzt. Dieser hat sich in einem Vorentscheid gegen die Einzonung der beiden Weiler ausgesprochen. Im Zusammenhang mit der revidierten Bau- und Zonenordnung, die am Dienstagabend an der Hofstetter Gemeindeversammlung behandelt wurde, stellte die Jakobstalerin Marianne Tychicus einen Antrag auf die Einzonung «ihres» Weilers. «Ich hoffe, dass wir mit der Unterstützung der Versammlung mehr Chancen beim Kanton haben», sagte sie. Und die Anwesenden standen hinter ihr. Sie stimmten mit grossem Mehr zu. Auch für Geretswil war ein solcher Antrag geplant. Doch dieser wurde durch einen Änderungsantrag aus der Versammlung überflüssig. Roger Gerber forderte nämlich, dass der Gemeinderat beim Kanton auch für «seinen» Weiler Steig und für den Weiler Scheunberg einen Antrag auf Einzonung stellt, was von der Versammlung ebenfalls gutgeheissen wurde. Gemeindepräsident Dieter Lang warnte zwar: «Scheunberg und Steig erfüllen die Grundkriterien für eine Einzonung nicht, deshalb haben wir kaum Hoffnung», sagte er. Aber man komme dem Wunsch nach und definiere auch für die zwei weiteren Weiler Zonengrenzen, die man zusammen mit Geretswil und Jakobstal dem Kanton vorlege. Eine Million von Kanton Neben dem Zonenplan genehmigten die 66 Anwesenden auch die Bauordnung, die Kernzonenpläne und damit die gesamte revidierte Nutzungsplanung ohne Gegenstimme. Damit wurde die Bauordnung modernisiert und den heutigen technischen Verhältnissen angepasst, zum Beispiel im Bezug auf Solaranlagen. In den Zonenplänen wurden einige Grenzlinien bereinigt. Zugestimmt haben die Anwesenden an diesem Abend auch dem Budget 2014 und dem Steuerfuss von neu 35 Prozent. Dieser steigt um drei Prozentpunkte. Da die Sekundarschulgemeinde ihren Ansatz um einen Prozentpunkt gesenkt hat, liegt der Hofstetter Gesamtsteuerfuss neu bei 124 Prozent. Der Voranschlag sieht einen Aufwand von 3,5 Millionen Franken und einen Ertrag von 3,3 Millionen Franken. In diesem ist ein Übergangsausgleich vom Kanton in der Höhe von gut einer Million Franken enthalten. Das Defizit von rund 200?000 Franken wird durch den Steuerertrag gedeckt. Auch das Budget der Primarschulgemeinde wurde bewilligt. Dieses rechnet mit einem fast ausgeglichenen Aufwand und Ertrag von rund 1,2 Millionen Franken. Das Defizit von 14?000 Franken wird aus dem Eigenkapital gedeckt. Der Steuerfuss bleibt unverändert auf 65 Prozent.

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