Zum Hauptinhalt springen

Vom 5:0 zum 6:7 – Rychenberg scheidet aus

Winterthur. Selbst ein 5:0-Vorsprung nach 36 Minuten reicht Rychenberg gegen die Langnau Tigers nicht zum Sieg. Die 6:7-Niederlage im vierten Spiel des Playoff-Viertelfinals bedeutet das Saisonende.

Vieles deutete vor fast 500 Zuschauern in Oberseen dar­auf hin, dass der HC Rychenberg nach drei knappen Niederlagen endlich den überfälligen ersten Sieg in seiner Viertelfinalserie würde feiern können. 4:0 führte er nach einem überzeugenden ersten Drittel gegen Qualifikationssieger Langnau und sogar 5:0 bis zur 37. Minute. Doch dann unterlief dem während mehr als drei Spielen überzeugenden Torhüter Teemu Kortelainen ein folgenschwerer Fehler zum 5:1: Eine aus der Verzweiflung geborene hohe Hereingabe von Manuel Engel aus der Spielfeldecke lenkte der Finne ins eigene Tor ab.

Und da Langnaus überragender Schwede Jens Frejd 88 Sekunden später auf 5:2 verkürzte, kehrte die aus der Sicht der Winterthurer unerwünschte Spannung in die Partie zurück. Durch die beiden späten Gegentreffer im zweiten Drittel wurde der letzte Abschnitt für das Heimteam zum Test des Nervenkostüms. Und diesen bestand es nicht. Die Gäste holten Tor um Tor auf, gingen in der 52. Minute erstmals in Führung und sicherten sich – nach Felix Buffs Ausgleich zum 6:6 – in der 57. Minute mit einem haltbaren Treffer zum 7:6 den vierten und entscheidenden Sieg in der Serie.

Startdrittel wie aus einem Guss

Wie schon in der 4:5 nach Verlängerung verlorenen dritten Partie zeigte der HC Rychenberg im Startdrittel, wozu er fähig wäre. Das eigene Tor wurde geschickt und mit viel Einsatz abgeschirmt. Sobald sich der Ball in den eigenen Reihen befand, wurde mit zwei, drei schnellen Pässen das Feld geöffnet und anschliessend der vorhandene Raum für gefährliche Angriffe genutzt. Daraus ergab sich fast zwangsläufig, dass es vor dem Langnauer Gehäuse wiederholt lichterloh brannte. Selbst nach Lukas Grunders 1:0 in der 7. Minute schienen die Langnauer dar­auf zu vertrauen, dass sie sich auch ohne Sondereffort durchsetzen würden. Auch wegen dieser Nonchalance blieb Rychenberg am Drücker und erhöhte durch Top­sko­rer Moritz Schaub (zweimal) und Felix Buff auf 4:0. Eine noch höhere Führung wäre möglich gewesen.

Einer wie Frejd fehlt

Rychenbergs offensive Herrlichkeit war nach der ersten Pause wie weggeblasen. Es waren nun vielmehr die Emmentaler, die das Zepter übernahmen. Mit jedem Fehler wuchs beim HCR die Angst, wie schon im ersten und dritten Viertelfinalspiel einen Vorsprung zu verspielen. Immerhin hielt die Abwehr vorerst dicht. Doch weder dies noch Marco Carraras 5:0 in der 33. Minute reichte aus, um die Gemüter zu beruhigen. «Uns fehlen in solchen Si­tua­tio­nen zwei zusätzliche Spieler, die fähig sind, den Ball zu halten und so das Spiel zu beruhigen», räumte Trainer Rolf Kern ein.

Daneben erkannte Kern vor allem zwei Gründe für die neuerliche Niederlage: «Zum einen besitzen wir keinen Spieler wie Frejd.» Bereits die erste Viertelfinalpartie hatte der Schwede mit drei Treffern in der Schlussphase entschieden, auch im zweiten hatte er wesentlichen Anteil am Sieg und im vierten gelang ihm das Kunststück einer Triplette erneut – und wieder, als es eminent wichtig war. «Zum anderen erzielten wir wieder kein Tor in Überzahl», ergänzte der HCR-Trainer. Ein solches gelang Langnau dieses Mal auch keines, aber das glückhafte 5:1, das die Begegnung kippte, geschah, als eine Strafe eben abgelaufen war.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch