Zum Hauptinhalt springen

Vom Glück, nur 13 Minuten warten zu müssen

Wegen des Umbaus sind die Wartezeiten am SBB-Schalter heute noch länger als früher. Das soll sich bessern, wenn es bald acht Schalter gibt.

Immer wieder beschweren sich Kunden über die langen Warte­zeiten an den Bahnschaltern im Hauptbahnhof. Während der Umbau­zeit, vom vergangenen März bis zum nächsten, operieren die SBB mit weniger Personal, und das auf engem Raum.Wir machen den Selbstversuch. Wichtigstes Utensil: ein Becher Kaffee, um die Wartezeit zu verkürzen. Um 9.53 Uhr drücken wir im Vorraum des provisorischen Schalterbereichs auf den Knopf «A» – Billette. 15 Nummern warten. Gut, dass wir einen Lungo gekauft haben und keinen Espresso.

«Was macht die jetzt?»

Die Leute im Vorraum, viele stehen auch draussen in der Halle, fügen sich in ihr Schicksal. Was soll man auch machen? «Nur am Schalter kann ich mit Reka-Checks zahlen», sagt eine Frau mit Kind am Arm, «sonst würde ich das daheim am Computer machen». Ein älterer Herr sagt, er komme bei den Automaten einfach nicht draus, und er habe ja Zeit, anzustehen. Für die Mutter scheint das nur bedingt zu gelten. Als eine Schalterangestellte etwas aufschreibt und nicht sofort den nächsten Kunden empfängt, bemerkt sie zum Sohn: «Ich weiss auch nicht, was die jetzt macht.»10.06 Uhr, «ding-dong», schon unsere Nummer, dabei ist der Kaffee noch nicht ausgetrunken. Man merkt der Mitarbeiterin an, dass wir nicht die ersten sind, die fragen. «Nach dem Umbau gibt es acht Schalter», sagt sie. «Dann wird es besser – hoffentlich.» Nur 13 Minuten gewartet – erstaunlich. Andere haben weniger Glück; als wir gehen, ist die Menschenansammlung angewachsen.

SBB bitten um Verständnis

Klar ist: Schnell am Schalter ein Billett kaufen, zum Beispiel weil man sich mit den Automaten nicht auskennt – das geht am HB nicht. Den SBB ist die Situation bewusst. «Wir bedauern die Umstände und bitten die Reisenden um Verständnis», sagt Sprecherin Lea Meyer. Um die Lage zu verbessern, werde eine Person ein­gesetzt, die die Kunden beim Billett­kauf an den Automaten unterstützt. Auch die Mitarbeiter des Reisebüros würden bei der Beratung zum «Schnellverkauf» aushelfen, wenn sie Zeit haben. Der Umbau des Bahnhofgebäudes soll in der ersten Märzwoche abgeschlossen sein. In der neuen Halle wird es acht bediente Schalter geben, zwei mehr als vor den Bauarbeiten und drei mehr als jetzt.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch