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Von «Find ich gut!» bis «Bin total dagegen!»

Der Entscheid für ein Cannabis-Forschungsprojekt hat heute national für Aufsehen gesorgt. Doch was halten Winterthurerinnen und Winterthurer vom Entscheid des Parlaments? Eine Umfrage.

Janine Hefti, 28 Jahre, Winterthur«Ich finde es gut, dass sich der Gemeinderat am Montagabend für einen Versuch mit legalem Kiffen entschieden hat. Ich habe selbst Erfahrung mit Kiffen. Auch wenn ich heute nicht mehr Cannabis konsumiere, bin ich doch für eine Legalisierung. Ich glaube, dass viele Jugendliche mit dem Kiffen anfangen, weil sie das Verbotene reizt. Was man nicht darf, das macht man erst recht. Mit der Legalisierung würde das wegfallen.»Sabine Wiedemann, 59, Winterthur«Das Kiffen zu verbieten, bringt nichts, das hat man doch in der Vergangenheit gesehen. Ich finde, alle sollen selbst entscheiden können, ob sie Cannabis konsumieren wollen oder nicht. Ich glaube auch nicht, dass die Jugendlichen durchs Kiffen in härtere Drogen hineinrutschen. Dar­um bin ich der Meinung, dass der Entscheid des Gemeinderats richtig ist. Winterthur wird deswegen sicher nicht zur ‹Kifferstadt› – jedenfalls nicht mehr als bisher.»Heinz Werner, 62, Winterthur«Ich bin dagegen, dass man das Kiffen legalisiert, auch nicht versuchsweise. Mein Bruder hat in Holland gelebt und dort mitbekommen, dass das nichts bringt. Es entstehen hohe Gesundheitskosten, auch Folgekosten, an die man heute vielleicht noch gar nicht denkt. Ich finde es besser, wenn man mit harter Hand gegen das Kiffen vorgeht. Das Problem ist doch auch: Die Jungen sind sich gar nicht bewusst, welche Folgen das Kiffen für sie hat.»Jonathan Schranz, 27, Winterthur«Auch ich habe Erfahrung mit Kiffen. Ich kam aber nie in Versuchung, dann auch härtere Drogen zu nehmen. Es kommt dar­auf an, auf welche Art man kifft. Für mich ist dabei der soziale Aspekt wichtig. Es ist wie beim Wasserpfeifenrauchen: Man sitzt zusammen und hat es gemütlich. Ich fände eine offizielle Abgabe von Cannabis gut. Dann könnte man kontrollieren, was für eine Art von Kraut konsumiert wird und in welcher Dosis.»Rosmarie Wittmer, 58, Winterthur«Das Kiffen sollte nicht legal sein. Die Jungen sollen arbeiten wie wir auch, nicht im Park sitzen und faulenzen. Dass der Staat nun legal Cannabis abgeben soll, finde ich total daneben. So werden einfach Steuergelder zum Fenster hinausgeschmissen. Dabei fehlt der Stadt doch das Geld. Ich bin schon überrascht, dass der Winterthurer Gemeinderat jetzt für eine Cannabisabgabe gestimmt hat. Ich verstehe diesen Entscheid ganz und gar nicht.»

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