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Vontobel-Verkauf zahlt sich aus

Die Bankengruppe erhöht den Gewinn. Ursache dafür ist aber nicht das Kerngeschäft, sondern der Verkauf der Vontobel-Aktien.

Die Raiffeisen-Bankengruppe hat 2014 zum dritten Mal in Folge mehr Gewinn erzielt. Er fiel mit 759 Millionen Franken um 6 Prozent höher aus als im Vorjahr. Das Resultat schönte jedoch der Verkauf der Beteiligung an der Bank Vontobel – ohne diesen hätte das Ergebnis stagniert, wie Raiffeisen gestern in St.Gallen informierte. Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz, der unlängst seinen Rücktritt auf Frühling 2016 angekündigt hat, zeigte sich «sehr zufrieden» mit dem Ergebnis in einem schwierigen Umfeld. Zu schaffen machte der drittgrössten Bankengruppe der Schweiz, die als Genossenschaft organisiert ist, aber das Tiefzinsniveau: So warf das Zinsengeschäft trotz starkem Wachstum bei den Hypotheken kaum mehr ab als im Vorjahr. Weil zudem auch der Geschäftsaufwand stieg, fiel der gemeinsame Bruttogewinn der 305 Raiffeisen-Banken und der Notenstein-Privatbank sogar leicht tiefer aus als noch 2013. Während sich der Erfolg aus dem für die Raiffeisen-Banken wichtigen Zinsengeschäft mit 2,13 Milliarden Franken praktisch auf Vorjahresniveau bewegte (+0,1 Prozent), konnten die Einnahmen aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft um 8,4 Prozent auf 429 Millionen Franken ausgeweitet werden. Raiffeisen profitierte dabei gleichermassen vom Zufluss neuer Kundengelder in Höhe von rund 6,7 Milliarden Franken wie von der Ausweitung des Hypothekarvolumens um 5 Prozent. Weniger Geld nahm Raiffeisen im Handelsgeschäft ein. Die 2012 gekaufte Notenstein-Privatbank soll im laufenden Jahr dank Nutzung von Synergien und der Lancierung neuer Angebote in eine Phase des profitablen Wachstums treten. Notenstein steigerte 2014 den Betriebsertrag um 8,3 Prozent auf 160,5 Millionen Franken und trug ein Viertel zum Neugeldzufluss der Raiffeisen-Gruppe bei. Der Aufbau führte aber auch zu einem deutlich höheren Geschäftsaufwand, sodass sich Notensteins Bruttogewinn auf 6,9 Millionen Franken halbierte. Die verwalteten Vermögen stiegen von 19,8 auf 21,2 Milliarden Franken.

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