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Vor dem ersten Ernstkampf

seuzach/stammheim. Am Dienstag tragen die Zweitliga-Basketballer von Seuzach-Stammheim mit dem Cup den ersten Ernstkampf der Saison aus. Unter einem neuen Trainer.

Es endete in einer Krise. Unter dem ehrgeizigen Spielertrainer Geoffrey Eisenstat gestartet, wollte Seuzach-Stammheim letzte Saison in der 2. Liga vorne mitmischen und am liebsten den ein Jahr zuvor knapp verpassten Aufstieg in die 1. Liga nachholen. Doch nach sieben Siegen in acht Partien folgten viele Niederlagen, die sich die Equipe nach zwei Saisons mit fast nur Erfolgen nicht mehr gewohnt war.

Am Ende resultierte, mit zwölf Punkten Rückstand auf die aufstiegsberechtigten Teams, Platz 5. «Was den Rang betrifft, möchten wir uns nun sicher steigern», sagt Fabian Knecht. Er und seine Teamkollegen werden am Dienstagabend in der Sporthalle Riet- acker in Seuzach mit dem Cup-1/32-Final gegen den Zweitligisten Muttenz Basket den ersten Ernstkampf dieses Herbstes bestreiten. Und am folgenden Wochenende ins Kurz-Trainingslager nach Filzbach verreisen.

Der Vorgänger als Nachfolger

Erst danach, am 21. Oktober, beginnt die 2. Liga. Unter nicht einfachen Bedingungen. Aus der ersten Fünf von letzter Saison werden zwei Basketballer fehlen: Patrick Keller, der sich eine Auszeit nimmt, und Spielertrainer Geoffrey Eisenstat. Der Kanadier ist weg – weil sonst die Spieler weg gewesen wären. «Sie haben sich mit Geoffrey nicht mehr verstanden», bestätigt Vorstandsmitglied Michel Fehr. «Es wäre die ganze Mannschaft auseinandergefallen. Die Spieler sagten: Wenn er bleibt, dann gehen wir.»

Also begab sich der Klub auf Trainersuche. Aber mit wenig Erfolg. So hat schliesslich Michel Fehr selbst den Trainerjob übernommen. Er hatte schon vorletzte Saison während der Meisterschaftsspiele als Coach geamtet. Assistiert wird er von Ouri Nicolet, einem ehemaligen Spieler der Mannschaft. «Der fünfte Rang von letzter Saison war okay», findet Fehr. «Aber natürlich hätte es noch besser sein können.» Denn: Ein halbes Dutzend Partien gingen mit weniger als zehn Punkten Differenz verloren.

Wer springt in die Bresche?

Über die künftigen Stärkeverhältnisse kann Fehr nur mutmassen. «Wir wollen uns im Mittelfeld klassieren», gibt er das neue Ziel vor. «Aber das wird uns nur gelingen, wenn wir uns als Team finden. Mit Geoffrey fehlt uns jetzt ein wichtiger Spieler, eine Stütze. Und die Liga ist sehr ausgeglichen.» Zwar sind mit Emmen und Luzern die stärksten Gegner nicht mehr in der 2. Liga am Start. Dennoch wissen die Seuzach-Stammheimer nicht, wo sie stehen. Denn Freundschaftsspiele trug das Team keine aus, und ein geplantes Vorbereitungsturnier in Frauenfeld fiel kurzfristig aus.

Neu zum Zwölfer-Kader gehören zwei Junioren aus der aufgelösten Nachwuchs-Equipe, unter ihnen der talentierte, zwei Meter grosse Aleksandar Mitic. Entscheidend für den sportlichen Erfolg wird sein, wer die Punkte wirft, die bisher Geoffrey Eisenstat erzielte. «Einer muss in die Bresche springen. Nun sind andere gefordert», sagt Fabian Knecht. «Von der Bank wurde zuletzt ja immer gesagt, es würde zu wenig gewechselt.» Nun müssten sich diejenigen Basketballer, die mehr Einsatzzeit forderten, beweisen. Das Cupspiel ist die erste Gelegenheit.

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