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Vorfreude auf das TCS-Mobilitätszentrum

neftenbach?Der Touring-Club Schweiz will im Herbst 2015 im Neftenbacher Tössallmendquartier ein Mobilitätszentrum eröffnen. Nicht nur umliegende Autohändler begrüssen das.

Bis Herbst 2015 soll an der Karl-Büglerstrasse 11 in Neftenbach das neue Mobilitätszentrum Winterthur stehen. Der Touring-Club Schweiz (TCS) lässt sich den Bau dieses Stützpunktes in der Neftenbacher Tössallmend rund 2,9 Millionen Franken kosten. Das etwa 3000 Quadratmeter grosse Grundstück, auf dem sich heute die Garage Trevisan AG und eine ehemalige Schreinerei befinden, pachtet der Verkehrsclub von der Eigentümerfamilie Bügler im Baurecht, wie Reto Cavegn, Geschäftsführer der TCS-Sektion Zürich, sagt. «Der Vertrag gilt für 60 Jahre und ist als Altersvorsorgelösung für unsere Familie gedacht», bestätigt Jürg Bügler, der die Verhandlungen mit dem TCS führte und als «sehr angenehm und fair» empfunden hat.

Im neuen TCS-Center in Neftenbach sollen freiwillige Autotests – etwa Occasionstests, Fahrwerktests oder Ferientests – angeboten werden. «Motorfahrzeugprüfungen wie in unseren Mobilitätszentren in Volketswil und Schlieren wird es hier aber nicht geben», betont Cavegn. Dafür sei das Strassenverkehrsamt in Winterthur Wülflingen zu nahe gelegen. In Neftenbach soll hingegen eine TCS-Kontaktstelle mit Shop und allen Leistungen rund um die Mobilität eingerichtet werden. Zweieinhalb Vollzeitstellen werden insgesamt geschaffen. Ins neue Zentrum soll auch die TCS-Patrouille aus Ohringen integriert werden und stationäre Pannenhilfe anbieten.

«Das Mobilitätszentrum Winterthur wird für unser Dorf zweifellos eine Aufwertung sein», zeigt sich Neftenbachs Bausekretär Christian Häni überzeugt. Er kennt die Pläne des TCS aus diversen Vorbesprechungen und erwartet die entsprechende Baueingabe im Laufe der nächsten Wochen.

Vorschusslorbeeren

Bei den beiden Autohändlern eingangs der Karl-Büglerstrasse erntet das geplante Mobilitätszen­trum Vorschusslorbeeren. «Uns stört das neue TCS-Zentrum absolut nicht, im Gegenteil», versichert Occasionshändler Yves Braun. Nur schade findet er, dass im Mobilitätszentrum keine Motorfahrzeugprüfungen angeboten werden. «Das wäre für uns natürlich nur ein Katzensprung und sehr komfortabel gewesen.»

Auch Brauns gegenüberliegender Mitbewerber, Zara Erbil von der Q Car GmbH, die ebenfalls mit Occasionen handelt, begrüsst das TCS-Projekt. «Das scheint mir eine gute Sache, wir können unserer Kundschaft dann einen unabhängigen Fahrzeugcheck beim TCS anbieten.»

Susanne Ballauf, Präsidentin der TCS-Gruppe Winterthur, prognostiziert: «Das gibt einen Gewinn für Winterthur, aber auch für das Zürcher Unterland und vermutlich auch für Automobilisten aus dem Kanton Schaffhausen.» Mit Neftenbach wird es künftig drei Mobilitätszentren im Kanton geben. «Unsere Philosophie ist es künftig, für jedes Mitglied innerhalb von 15 Minuten erreichbar zu sein», sagt Ballauf.

Die TCS-Kontaktstelle bei Winterthur Tourismus im Hauptbahnhof soll erhalten bleiben. In welchem Umfang werde noch verhandelt, versichern Ballauf und Tourismusdirektor Pierre Droz.

Die Garage Trevisan wird dem TCS-Zentrum nicht ersatzlos weichen, wie Geschäftsführer Thomas Schweizer sagt. Sie wird per Herbst diesen Jahres die rund 250 Meter entfernte Seat-Vertretung Amag Retail übernehmen. Auch Schreiner Arthur Fries, der viele Jahr im Quartier war, hat im Dorf einen neuen Platz gefunden.

«Wir sind für Neftenbach keine Revolution, aber das Mobilitätszentrum wird dem Quartier gut tun», zeigt sich Reto Cavegn überzeugt. Dagmar Appelt

«Zwar keine Revolution, aber gut.»

Das TCS-Mobilitätszentrum kommt auf das Areal der heutigen Garage Trevisan und wird von der Weiachstrasse aus gut zu sehen sein. Geplant ist ein schlichter Flachdachbau in den Farben Weiss, Gelb und Schwarz mit abgerundeten Ecken. Peter Würmli

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