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Vorsicht bei Tests aus dem Netz

In der Schweiz sind Gentests für den Hausgebrauch nicht zugelassen. Wer sich dennoch einen verschaffen will, wird über das Internet fündig. Vor allem ausländische Firmen preisen Genanalysen an. Sie versprechen Auskunft über verschiedene Krankheitsrisiken – vor allem Vorprägungen für Bluthochdruck, Herzinfarkt oder Diabetes. Das Vorgehen tönt meist einfach: Die Firmen fordern eine Speichelprobe, machen daraus die angeforderte Analyse und liefern die Resultate per Post ins Haus.

Die Expertenkommission für genetische Untersuchungen beim Menschen warnt vor solchen Onlinetests. In dieser Kommission sitzen vor allem Ärztinnen und Ärzte, aber beispielsweise auch eine Theologin. Sie beraten den Bund. Den Experten bereiten die online erhältlichen Tests vor allem Sorgen, weil eine Person mit den Vorhersagen über die Entwicklung von schweren, zum Teil lebensbedrohlichen Krankheiten sich selbst überlassen ist. Die Kommission empfiehlt deshalb, Gentests nur mit ärztlicher Zustimmung und Beratung durchführen zu lassen.

Zulassung mit Auflagen

In den letzten Jahren wehrte sich die Kommission dagegen, in der Schweiz Gentests für den Hausgebrauch zuzulassen. Nun hat sie ihre Meinung geändert – wenn auch unfreiwillig. Kommissionspräsidentin Sabina Gallati sagte ge­gen­über der «NZZ am Sonntag»: «Wir haben uns entschieden, dem Bund eine vorsichtige Öffnung des Marktes zu empfehlen.» Da die Testmöglichkeiten und das Angebot rasant zunähmen, müsse man eine Lösung finden. Die Experten fordern jedoch, die Zulassung von Gentests in der Schweiz an strenge Auflagen zu knüpfen. (meg)

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