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Wahlkampagne kostete über 100 000 Franken

Das Forum Winterthur legt eine Zahl für den Wahlkampf der Bürgerlichen offen. Das Konzept dafür kommt aus Zürich und hat dort auch schon Stadtrat Andres Türler zum Sieg verholfen.

Wahlkampfbudgets sind gemeinhin ein Tabuthema. Über Geld schweigen sich Parteien und Kandidaten auch in Winterthur lieber aus. Eine Zahl zur Stadtratswahl kann nun aber, zumindest als Näherung, genannt werden: «Ein bisschen mehr als hunderttausend Franken.» So viel gab das «Forum Winterthur», ein Zusammenschluss hiesiger Wirtschaftsverbände, nach eigenen Angaben für die Wahl von Josef Lisibach (SVP) und die Wiederwahl der übrigen drei bürgerlichen Stadträte in den letzten sechs Monaten aus. Thomas Anwander, Leiter des Forums und Präsident der Handelskammer Winterthur, spricht von einem moderaten Budget: «Das Geld kommt von verschiedenen Verbänden, Unternehmen und Privatpersonen.» Genauere Details verrät Anwander nicht. «Die Parteien legen ihre Zuwendungen ja ebenfalls nicht offen.» Auch über den Betrag, welche beispielsweise die Handelskammer in Eigenregie beisteuerte, gibt Anwander keine Auskunft. Das Forum, zu dem auch der KMU- und der Hauseigentümerverband sowie die City-Vereinigung gehören, beauftragte mit der Kam­pa­gnenführung die Zürcher Firma Vector Communica­tions. Im Sommer 2013 traf man sich zu ersten Gesprächen. «Nach einer Lagebeurteilung Anfang Herbst haben wir mit den Wirtschaftsverbänden und den Parteien eine Kam­pa­gnenlinie festgelegt», erzählt Projektleiter Andi Melchior. Für einen Erfolg wie am Sonntag gebe es keinen Masterplan. «Aber es gibt einige handwerkliche Regeln.» Videos und Social Media So habe man einerseits in traditionelle Kam­pa­gneninstrumente wie Plakate und Inserate investiert. Diese hätten einen Grossteil des Budgets ausgemacht. Andererseits produzierte die Kommunikationsfirma auch Videos. Josef Lisibach sah man beispielsweise beim Hot-Dog-Essen mit Jungpolitikern. Auch über die Sozialen Medien versuchte man Wähler zu gewinnen. Es war nicht die erste erfolgreiche Kam­pa­gne von Vector Communica­tions. 2012 gestaltete Andi Melchior die Pro-Kampagne bei der Stadtzürcher Abstimmung über das millionenteure Glasfasernetz. Die Stimmberechtigten nahmen die Vorlage an. Zwei Jahre zuvor hatte die Firma den Wahlkampf von Andres Türler gemanagt und verhalf dem FDP-Politiker zu einer weiteren Amtszeit im Zürcher Stadtrat.

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