Zum Hauptinhalt springen

Waldbrand in Frankreichs Surferparadies

Einer der schwersten Waldbrände in Frankreich in diesem Jahr hat an der Atlantikküste mindestens 550 Hektaren Pinienwald zerstört. Das Feuer in der Nähe des Badeortes Lacanau war aber unter Kontrolle, wie die Präfektur des Départements Gironde mitteilte.

Rund 200 Feuerwehrleute hatten seit Donnerstag gegen den Brand gekämpft, der durch sich drehende Winde immer wieder angefacht worden war. Als Ursache für den Brand vermutet die Polizei einen aus dem Auto geworfenen Zigarettenstummel. Das Feuer war am Donnerstagnachmittag in der Nähe des bei Surfern sehr beliebten Strandes von Lacanau ausgebrochen. Die ganze Nacht über versuchten die Feuerwehrleute, den Brand unter Kontrolle zu bringen. Auch vier Löschflugzeuge kamen zum Einsatz. "Die Heftigkeit des Feuers hat in der Nacht nachgelassen", hob die Feuerwehr hervor. Wegen der bevorstehenden Hitzewelle sowie wegen der Winde sei aber zu befürchten, dass das Feuer erneut angefacht werde. Die Feuerwehr blieb daher laut Präfektur vorerst im Einsatz. Auf der Kanaren-Insel La Gomera kämpften Feuerwehrleute weiter gegen den verheerenden Waldbrand, der auch Schäden im Garajonay-Nationalpark, der zum Weltnaturerbe der UNESCO gehört, angerichtet hat. Das Feuer lasse sich vorerst nicht vollständig unter Kontrolle bekommen, sagte die Umweltbeauftragte der Inselverwaltung, Ventura del Carmen Rodríguez, nach spanischen Medienberichten. "Die Glut hält sich unter der Erdoberfläche verborgen. So ein Feuer ist schwer zu löschen." Die Bekämpfung könne noch Wochen dauern. Der vor knapp zwei Wochen ausgebrochene Waldbrand hatte sich über mehr als zehn Prozent der gesamten Oberfläche der Insel ausgebreitet. Die Polizei vermutete nach einem Bericht der Zeitung "Canarias7", dass möglicherweise eine Bande von Brandstiftern die Feuer gelegt haben könnte. In diesem Jahr seien auf La Gomera über 20 Brandherde aufgetaucht, berichtete das Blatt. Eine Hypothese der Ermittler laufe darauf hinaus, dass die Brände die Polizei ablenken sollten, damit an anderen Stellen der Kanaren Rauschgift an Land gebracht werden könne. (sda)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch