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Warten auf die ersten NBA-Punkte

Clint Capela ist in seiner ersten Saison in den USA ein Leader – allerdings nur bei den Rio Grande Valley Vipers, Houstons Farmteam. Bei seinen NBA-Einsätzen mit den Rockets blieb der junge Genfer aber (noch) ohne Punkte.

Im letzten Juni erhielt der Schweizer NBA-Pionier Thabo Sefolosha endlich Gesellschaft. Mit Clint Capela, an 25. Stelle von den Houston Rockets gedraftet, wurde ein zweiter Schweizer in der besten Basketball-Liga der Welt unter Vertrag genommen. Momentan kommen allerdings weder der 30-jährige Waadtländer bei den Atlanta Hawks noch der zehn Jahre jüngere Genfer bei den Houston Rockets zum Einsatz. Sefolosha fällt wie schon in der vergangenen Saison wegen einer Wadenverletzung für längere Zeit aus – wohl bis Ende März – und Capela erhält vor allem Spielzeit bei den Rio Grande Valley Vipers, dem Farmteam der Houston Rockets.

Kompletter werden

Anpassung und Kon­zen­tra­tion – diese zwei Begriffe nennt Capela, wenn er nach seinen ersten Monaten in Nordamerika gefragt wird. Als er Anfang November von den Rockets in die Development League (Entwicklungsliga) geschickt wurde, blieb der Sohn eines angolanischen Vaters und einer kongolesischen Mutter nicht untätig. Er nutzt die Einsätze auf tieferer Stufe, um ein kompletterer Spieler zu werden. «Die Verantwortlichen der Rockets rufen mich nach den Spielen an. Sie sind bisher mit meinen Leistungen zufrieden», sagt der 2,08 m grosse Power-Forward, der in den vergangenen Monaten auch sichtlich an Muskeln zugelegt hat.

Diese Zufriedenheit kann bei durchschnittlich rund 15 Punkten, neun Rebounds und drei Blocks pro Partie mit den Vipers nicht erstaunen. «In der D-League wollen sich alle Jungs zeigen. Gerade gegen Ende des Spiels gibt es jeweils gute Möglichkeiten, um für sich selbst Werbung zu machen», erzählt Capela, dem auch schon 31 Punkte in 22 Minuten gelungen sind. Gerade diese Leistung im Match gegen die Austin Spurs sei besonders aufgefallen, sagt der Genfer, «denn ich spielte gegen Adreian Payne, einen Spieler, der im Draft 2014 von den Atlanta Hawks zehn Positionen vor mir gezogen wurde».

So stark seine Statistiken auf unterer Stufe sind, so hartes Brot isst Capela in der NBA. Dreimal wurde er bisher von den Rockets ins Fanionteam zurückgerufen. Doch über mehr als Kürzesteinsätze kam er (noch) nicht hinaus. Auch wartet der junge Genfer weiterhin auf seine ersten NBA-Punkte. Zehnmal warf er bislang erfolglos aus dem Spiel heraus auf den Korb. Dazu kamen noch acht Freiwürfe – allesamt auch am Ziel vorbei. «Der Niveauunterschied zwischen den beiden Ligen ist wirklich gross», weiss Capela. «Zudem erfuhr ich das letzte Mal erst am Abend vor dem Spieltag, dass ich zu den Rockets zurückdarf. Ich kam dann auch zum Einsatz, doch das System der Rockets hatte ich zuvor während eineinhalb Monaten nicht mehr gespielt.»

Mit Olajuwons Hilfe

Im Bestreben, sich in der NBA zu etablieren, helfen dem jungen Westschweizer vielleicht die gelegentlichen Trainingseinheiten mit Hakeem Olajuwon. Die NBA-Legende, die Houston Mitte der Neunzigerjahre zu zwei NBA-Titeln geführt hat, ist auch mit 52 Jahren noch gut in Form. «Ich habe das Gefühl, dass er auch jetzt noch in der NBA spielen könnte», lobt Capela den gebürtigen Nigerianer mit dem Übernamen «The Dream». Zu hoffen ist aber für den Rookie aus Genf, dass vielmehr sein Traum von der NBA in Erfüllung gehen wird. spg

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