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Was ist eine lizenzbox?

Heute werden auf kantonaler Ebene bei vielen international tätigen Unternehmen Gewinne, die im Ausland erzielt wurden, anders besteuert als Gewinne aus dem Inland. Es geht primär um Einkünfte, die nicht oder kaum an einen Ort gebunden sind und von den Unternehmen problemlos in einem anderen Land versteuert werden könnten. Deshalb ist hier unter den Staaten ein Wettlauf um die tiefsten Steuern entstanden.

Weil die EU die Unterscheidung zwischen inländischen und ausländischen Gewinnen nicht mehr tolerieren will, prüft die Schweiz als Alternative unter anderem die Einführung sogenannter Lizenzboxen. Bisher kennt sie hierzulande einzig der Kanton Nidwalden. In vielen EU-Staaten ist dieses System aber verbreitet. Bei einer Lizenzbox werden Gewinne nicht mehr nach geografischer Herkunft, sondern nach ihrer Art unterschieden. Konkret werden bestimmte Unternehmenserträge wie Lizenzgebühren aus Patenten oder für Marken, die typischerweise zu einem grossen Teil im Ausland erwirtschaftet werden, tiefer besteuert als die übrigen Gewinne. Je offener man in der Schweiz die Kriterien für Lizenzboxen definiert, desto weniger ändert sich für die bisher steuerlich privilegierten Unternehmen. Grosse Boxen machen das neue System aber auch anfälliger auf internationale Kritik, weshalb das Risiko steigt, dass es innert kurzer Zeit erneut angepasst werden muss. (ldc)

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