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Wegen zu hoher Kosten: Stadt kauft gebrauchte Möbel für den Superblock

Die Zentralisierung der Stadtverwaltung auf dem Sulzer-Areal ist auf bestem Weg, das Sparziel gründlich zu verfehlen. Die Stadt gibt jetzt Gegensteuer: Sie will für die neuen Büros Secondhandmöbel kaufen.

Die Stadt verhandelt mit der Credit Suisse, der Axa und weiteren Unternehmen über den Kauf gebrauchter Büromöbel. Grund dafür sind die Kosten für die Verwaltungskonzentration im Superblock. Nach den letzten Schätzungen resultiert aus der Zentralisierung keine Einsparung. Geplant war aber eine jährliche Verbesserung um rund drei Millionen Franken. Mit dem Kauf günstiger Secondhand­möbel will der Stadtrat die Rechnung jetzt etwas aufbessern. Ursprünglich hatte die Stadt 10 bis 20 Prozent ihrer eigenen Möbel in den Superblock zügeln wollen. Jetzt sei man dabei, zu prüfen, wie durch «Optimierungen am Layout der Einrichtung» mehr Möbel aus bestehenden Beständen in die Grossraum­büros gezügelt werden könnten, sagt der Projektverantwortliche Franz Trottmann. Zur Ergänzung suche man gebrauchte Büromöbel von Grossunternehmen. Nur was sich so nicht beschaffen lasse, werde die Stadt neu dazukaufen. Allerdings wird ein Teil der Einsparungen für eine bessere Geräuschisolation wieder ausgegeben. Das komme ganz direkt den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen zugute, so Trottmann. Personal reagiert gelassen Der Umzug ins Grossraumbüro stösst bei den Stadtangestellten bekanntlich nicht nur auf Gegenliebe. Dass nun auch noch bei den Möbeln gespart wird, sorgt aber wider Erwarten nicht für Ärger. «Ob neue Möbel oder solche aus zweiter Hand, ist sekundär», sagt Daniela Tschudi, Präsidentin des Personalverbands. Für die Mitarbeiter stehe die Funktionalität im Vordergrund. Die SVP begrüsst den günstigen Möbelkauf, übt aber wie die GLP Kritik an der Kostenpro­gnose der Verwaltungskonzen­tration. Trottmann rät zur Geduld: Die Stadt werde bald neue Berechnungen vorlegen, vermutlich mit besseren Zahlen.Seite 9

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