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Weitere Ermittlungen zur tödlichen Familienfehde in Oensingen

Nach der Familienfehde mit zwei Toten in Oensingen SO hat die Staatsanwaltschaft Solothurn gegen zwei tatverdächtige Männer eine Strafuntersuchung wegen mehrfacher vorsätzlicher Tötung eröffnet. Ein Vater und sein Sohn sitzen in Untersuchungshaft.

Bei der Strafuntersuchung gehe es zudem um versuchte vorsätzliche Tötung, teilte Sabine Husi, stellvertretende Oberstaatsanwältin, am Mittwoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda mit. Bei der Schiesserei hatte ein 43-jähriger Bekannter der beiden Opfer eine Schussverletzung erlitten.

Bei einer Fehde zwischen den ursprünglich aus dem Kosovo stammenden Familien waren am Donnerstagabend ein 51-jähriger Mann und sein 26-jähriger Sohn auf dem Vorplatz eines Wohnhauses erschossen worden.

Das kantonale Haftgericht ordnete gegen die beiden tatverdächtigen Schweizer auf Antrag der Staatsanwaltschaft Untersuchungshaft an. Die Ermittlungen sind gemäss Husi noch in vollem Gange. Aus Rücksicht darauf könnten im Moment keine näheren Angaben gemacht werden

Nach bislang nicht bestätigten Meldungen ging es bei der Fehde um die Frau des erschossenen 26-Jährigen. Bei den Tatverdächtigen soll es sich um den Vater und Bruder der Frau handeln.

Die Polizei stellte als Tatwaffen ein Sturmgewehr 90 der Armee und eine Pistole sicher. Das Sturmgewehr gehörte einem der mutmasslichen Täter.

Dieser ist seit dem 20. Februar 2012 gemäss des Eidg. Departementes für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) nicht mehr in der Armee eingeteilt. Er gab die militärische Ausrüstung trotz mehrfacher Aufforderung nicht ab.

Nach der tödlichen Schiesserei hatte sich einer der Tatverdächtigen bei der Alarmzentrale der Kantonspolizei gemeldet. In der Folge nahm die Polizei Vater und Sohn fest. Sie leisteten keinen Widerstand.

Die Kantonspolizei bemüht sich, erneute Auseinandersetzungen zwischen den beiden Familien zu verhindern. Man habe unter anderem ein Gespräch mit einem Mitglied der Opferfamilie gesucht, sagte Polizeisprecherin Melanie Schmid am Dienstag in der Sendung "Schweiz aktuell" des Schweizer Fernsehens.

Es gehe darum, allfällige Vergeltungsschläge zu verhindern. Die Polizei habe mehrere Massnahmen im Rahmen ihrer rechtlichen Möglichkeiten getroffen.

(sda)

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