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Weitergeben statt wegwerfen

Die GiveBox bei der Wertstoffsammelstelle Turbenthal ist Ende November gestartet. Sie ist Tauschbörse und Treffpunkt in einem.

Gleich neben der Wertstoffsammelstelle in einem garagenähnlichen Raum ist die GiveBox in Turbenthal eingerichtet. Auf Gestellen aus Metall stehen Geschirr, Bücher, Spiele, ein Spiegel und ein Gemälde. Daneben hängen an einem Ständer viele verschiedene Kleidungsstücke. Die Initiantin Lisbeth Zanni ist begeistert von ihrem Projekt. Die erste GiveBox habe sie in Steckborn gesehen und das Konzept habe sie überzeugt. «Jeder hat Dinge zu Hause, die er nicht mehr benötigt. Wegwerfen will man sie nicht, behalten ist auch keine Option.» Dafür gibt es nun die GiveBox in Turbenthal. «Viele der Leute, die etwas vorbei bringen, erzählen mir eine Geschichte zu ihrem Gegenstand.» So wurde das erwähnte Gemälde beispielsweise durch den Absatz eines Frauenschuhs beschädigt. Der Besitzer erzählte ihr, dass eine junge Frau in einem Wutanfall den Schuh auf das Bild geschleudert habe. Auch über den grossen Spiegel, der oben auf dem Gestell steht, könnte der frühere Besitzer eine Geschichte erzählen.

Ersatz für Bring- und Holtag

Viele der Besucherinnen und Besucher nutzen den Besuch in der GiveBox auch für einen kurzen Schwatz mit Bekannten aus dem Dorf. Oder man bringt einen Gegenstand, und noch bevor er einen Platz auf dem Gestell gefunden hat, wechselt er bereits den Besitzer. «Dieses Gratisbrockenhaus ersetzt den Bring- und Holtag, welcher einmal pro Jahr in Turbenthal stattgefunden hat», erklärt Lisbeth Zanni.Als sie die Idee hatte, in Turbenthal eine GiveBox zu eröffnen, konnte sie auf ihre Nachbarin, die Gemeinderätin Erna Brüngger, zählen. Diese setzte sich dafür ein, dass die Bring- und Holstelle in Turbenthal realisiert werden konnte. «Die Gestelle habe ich von der Schule erhalten weil, die sie nicht mehr benötigte», berichtet die Initiantin weiter. Während sie über ihr Projekt berichtet, kommt eben ein Besucher vorbei, der für GiveBox einen geeigneten Stomstecker besorgt hat, damit die Kaffeemaschine sowie die Lichterkette in Betrieb genommen werden kann.

Nur was ganz ist, wird angenommen

Lisbeth Zanni betreibt die GiveBox mit neun anderen Freiwilligen. «Die GiveBox kostet nichts und wirft kein Geld ab.» Die Leute können Gegenstände bringen und erhalten nichts dafür; sie können aber auch Gegenstände mitnehmen und bezahlen nichts dafür. Für sie ist es jedoch unabdingbar, dass die Sachen, welche in die GiveBox gebracht werden, funktionstüchtig sind. Ein Herr, der ein defektes Bügeleisen in der Box abgeben will, wird deshalb an die Wertstoffsammelstelle nebenan verwiesen. «Diese Institution nützt nur etwas, wenn die Gegenstände auch weiter verwendet werden können.»Öffnungszeiten: Jeweils am Dienstag von 16.30 bis 18.30 Uhr und am Samstag von 9 bis 12 Uhr.

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