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Weniger Einbrüche - ausser in Winterthur

Im Kanton Zürich ist die Zahl der Einbrüche 2013 auf ein 20-Jahres-Tief gefallen. Dennoch: Alleine in der Stadt Zürich werden mehr als elf Einbrüche pro Tag registriert. Das lukrative Hanfgeschäft und Gewalt im Ausgang beschäftigen die Polizeikorps im Weiteren.

Die im Kanton Zürich polizeilich bekannt gewordene Kriminalität hat im vergangenen Jahr stark abgenommen. Es wurden insgesamt 127'079 Straftaten gegen das Strafgesetzbuch und das Betäubungsmittelgesetzt erfasst. Das sind 8,1 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Rückgang fällt im Kanton Zürich damit markanter aus als im landesweiten Durchschnitt (3,6 Prozent). Ein Grossteil dieser positiven Entwicklung ist in der Statistik auf die Einbrüche zurückzuführen. Bei den Einbruchdiebstählen ist ein 20-Jahres-Tief zu verzeichnen. Auffallend: Nur die Stadt Winterthur tanzt aus der Reihe: hier sind 2013 mehr Einbruchdiebstähle verzeichnet worden. Während in der Stadt Zürich die Zahl um stolze 38,2 Prozent und im gesamten Kantonsgebiet um 21 Prozent abgenommen hat.

Gewalt im Ausgang

Die Statistik weist auch positive Trends im Bereich der Gewaltdelikte auf. Die Gesamtzahl ist zwar leicht von 10'122 auf 10'448 Fälle angestiegen. Allerdings sind bei den gravierenden, schweren Kategorien Abnahmen zu verzeichnen. So gab es nicht mehr vollendete und versuchte Tötungsdelikte als in den Vorjahren. Und die Zahl der Raubdelikte hat sich markant verringert. Bei leichten und mittelschweren Gewaltdelikten gab es indes eine leichte Zunahme. Dabei zeigt sich erneut, dass Gewalt auch im Ausgang – und dabei insbesondere in Zusammenhang mit Drogenkonsum – vorkommt. Dies geht auch aus der regionalen Verteilung der Delikte hervor: «Stellt ein Club seine Geschäftstätigkeit ein und wird er geschlossen, dann nimmt in dieser Gegend sofort die Zahl der Gewaltdelikte ab», teilte die Zürcher Stadtpolizei mit. Entsprechend hat sich grundsätzlich auch die Häufigkeit vom Stadtkreis 5 ins «Vieri» verlagert; im Kreis 4 sind in den vergangenen Jahren viele Clubs aufgegangen.

Zwei Hanfplantagen pro Woche

Laut der Kriminalstatistik besteht ein Boom zur Indoor-Hanfproduktion. Diese sei äusserst lukrativ, heisst es seitens der Polizei. Zumal bei guten Produktionsbedingungen pro Jahr gleich drei Ernten möglich würden. Zwei Plantagen würden die Polizeien derzeit pro Woche ausnehmen. Die Plantagen seien von den meist stark bewaffneten Produzenten gut mit Videoüberwachungssystemen und Alarmanlagen gesichert. Auch das zeigt laut der Kantonspolizei auf, wie lukrativ der Markt sei. Alleine die 2013 rund 60'000 sichergestellten Hanfpflanzen hätten auf der Gasse einen Marktwert von 6 bis 17 Millionen Franken, je nach THC-Gehalt.

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