Winterthur

Weniger Kita-Subventionen

Seit 2003 hat der Bund 61 Betreuungsplätze in Winterthur subventioniert. Ab Februar bekommt der Kanton Zürich weniger Zahlungen. Spüren könnte das die geplante Morgenbetreuung in den Winterthurer Horten.

Ab Februar bekommt der Kanton für die Finanzierung der Kitas weniger Geld.

Ab Februar bekommt der Kanton für die Finanzierung der Kitas weniger Geld. Bild: Keystone

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Ich lehne die unfairen Pläne des Bundes klar ab», sagt Stadtrat Stefan Fritschi (FDP). Seit 2003 unterstützt der Bund mit einem Impulsprogramm den Ausbau von Kinderbetreuungsplätzen. In der ganzen Schweiz konnten so 54000 Plätze gefördert werden, 61 davon in der Stadt Winterthur. Das Programm wurde nun bis Ende Januar 2019 verlängert.

Doch dafür wird der Kredit nicht reichen, wie das eidgenössische Departement des Inneren (EDI) schreibt. Bisher wurden die Finanzhilfen nach dem Prinzip «first come - first served» verteilt. Ab dem 1. Februar ist das – wegen des knappen Kredits – anders. Die Kantone, die überproportional viele subventionierte Plätze erhielten, bekommen vorerst nur noch 20 Prozent des Geldes. Dazu gehört auch der Kanton Zürich. Stadtrat Stefan Fritschi sagt: «Es kann nicht sein, dass diejenigen Kantone bestraft werden, die ihre Hausaufgaben gemacht haben.»

Paradiesische Situation

Neue Kitas, welche die Finanzhilfe des Bundes abholen könnten, gibt es in der nächsten Zeit in Winterthur kaum. Aus der Goldgräberstimmung ist unlängst ein Lädelisterben geworden. Die Eltern haben momentan die Luxussituation, aus den vielen Krippen auswählen zu können. “Die neuen Bestimmungen des EDI treffen uns hier nicht”, sagt Stefan Fritschi.

«Es kann nicht sein, dass diejenigen Kantone bestraft werden, die ihre Hausaufgaben gemacht haben.» 

Stefan Fritschi (FDP)

Doch ganz kalt lassen die möglicherweise ausbleibenden Subventionen Winterthur nicht. Auf ein Postulat antwortete der Stadtrat kürzlich, dass er eine Morgenbetreuung von sieben bis acht Uhr veranlassen will. Der Gemeinderat muss noch darüber abstimmen.

Laut Stefan Fritschi will die Stadt Winterthur für diese zusätzliche Betreuung Finanzhilfe beantragen. Diese ist jetzt in Gefahr. “Wir hoffen, dass wir auf die Warteliste des Bundes kommen” sagt Fritschi. Denn sofern die anderen Kantone die 80 Prozent des Geldes nicht brauchen, bekommen es diejenigen auf der Warteliste. Auch ohne Subventionen des Bundes sei eine Morgenbetreuung möglich. “Doch es wäre hilfreich, das Geld für bauliche Anpassungen, Geschirr und Mobiliar brauchen zu können”, sagt Stefan Fritschi. (Der Landbote)

Erstellt: 03.02.2017, 15:41 Uhr

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