Winterthur

Weniger neue Sozialhilfefälle in Winterthur

Erstmals seit sechs Jahren ist in der Stadt Winterthur im letzten Jahr die Sozialhilfequote stabil geblieben. Sie betrug 5,6 Prozent. Hingegen nahmen die Kosten stark zu.

Die Sozialhilfequote in der Stadt Winterthur bleibt zum ersten Mal seit sechs Jahren stabil.

Die Sozialhilfequote in der Stadt Winterthur bleibt zum ersten Mal seit sechs Jahren stabil. Bild: elo

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Insgesamt wurden 2018 in der Stadt Winterthur 7573 Menschen mindestens einmal von der Sozialhilfe unterstützt, wie es in einer Mitteilung vom Montag heisst. 1210 neue Fälle wurden aufgenommen, das sind 125 Neuanmeldungen weniger als 2017. 1141 Sozialhilfefälle wurden 2018 abgeschlossen, wie die Stadt mitteilte.

Die Sozialen Dienste stellten im Verlaufe des vergangenen Jahres zusätzliche Sozialarbeiterinnen und -arbeiter ein und konnten so die Begleitung von Sozialhilfebeziehenden intensivieren, wie es weiter heisst. Parallel dazu würden laufend betriebswirtschaftliche und fallbezogene Kennzahlen erhoben, um die Wirkung der Massnahme zu untersuchen.

Positiv entwickelte sich auch die Integration der Sozialhilfebeziehenden in den Arbeitsmarkt. Dies gelang im vergangenen Fall bei 425 Personen, das sind 14 Prozent mehr als im Vorjahr.

Kostenverschiebung führt zu Mehrkosten

Stark gestiegen sind im vergangenen Jahr die Nettokosten für die soziale Sicherheit - wie dies die Stadt prognostiziert hatte. Sie betrugen 121 Millionen Franken, 8 Millionen Franken mehr als im Vorjahr. Darin enthalten sind die Sozialhilfe mit 62 Millionen, die Zusatzleistungen zur AHV/IV mit 52 Millionen, die Asylfürsorge mit 4 Millionen und die Alimentenbevorschussung mit 3 Millionen.

Der Kostenanstieg sei vor allem auf gesetzliche Änderungen im Kanton zurückzuführen, die zu einer Kostenverschiebung zulasten der Gemeinden führten, schreibt die Stadt Winterthur. Dies habe bei den Heimplatzierungen und bei den Integrationsleistungen für vorläufig Aufgenommene zu Mehrkosten von je rund 4 Millionen Franken geführt. Eine Zunahme verzeichnete die Stadt 2018 auch bei den Zusatzleistungen zur AHV/IV , und zwar um 128 auf 4203 unterstützte Fälle. Die Fallzahlen nahmen besonders bei den Seniorinnen und Senioren zu. Ein Anstieg sei sowohl bei Personen in Pflegezentren zu verzeichnen, als auch bei Personen, die zuhause lebten. (sda)

Erstellt: 30.09.2019, 10:44 Uhr

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