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Wenn Alfisti-Herzen höherschlagen

Der Giulietta Sprint ist wieder da. Und wie. Mit einer neuen exklusiven Sportausstattung lanciert Alfa ­Romeo zum 60-Jahr-Jubiläum dieser Legende einen tem­peramentvollen Flitzer, der einfach nur Spass macht.

Bereits vor über einem halben Jahrhundert – im Jahr 1954 – lancierte Alfa Romeo ein Sportcoupé namens Giulietta Sprint. Begeisterte Anhänger auf der ganzen Welt liessen nicht lange auf sich warten und erklärten diesen Alfa postwendend zum Traumauto. In der Schweiz hat der Giulietta bisher knapp 8000 Liebhaber gefunden. Zum sechzigsten Geburtstag lanciert der Mailänder Autobauer nun eine neue Version. Wohl auch, um kundzutun: Wir sind noch da. Oder wie die Chefetage treffend verlauten lässt: «Wer eine Zukunft haben will, muss sich auch zu seiner Vergangenheit bekennen.» Unbestritten verkörpert der neue Sprint den wahren Alfa-Geist. Äusserlich unterscheidet er sich von der Basisversion durch den Heckstossfänger mit Luftauslass, dicken Endrohren sowie 17-Zoll-Leichtmetallfelgen. Dazu kommen eine glänzende, anthrazitfarbene Lackierung an Kühlergrill, Türgriffen, Aussenspiegelverkleidungen und auf dem Rahmen der Nebelleuchten. Nicht fehlen darf der silberne Sprint-Schriftzug auf den Kotflügeln. Im Innenraum erwarten die Passagiere mit Stoff und Alcantara bezogene Sitze. Diese sind, wie erste Testfahrten zeigten, voll auf eine sportliche Fahrweise ausgelegt und bieten einen hervorragenden Halt und nicht minder Komfort. Während es sich Fahrer und Beifahrer gemütlich machen können, ist das Platzangebot im Fond bescheiden; Grossgewach­sene müssen schauen, in welcher Position sie sich zurechtfinden. Ein weiteres Serienmerkmal ist das Lederlenkrad mit knallroten Nähten im Kontrast zu Armaturenbrett und Türverkleidungen im Carbon-Look. Der schwarze Kunststoff im Bereich der Fensterheber ist allerdings nicht gerade das Gelbe vom Ei; angesichts des schicken Ambientes sei dem Sprint der Makel aber verziehen. Das eigentliche Herz- und Prunkstück des jubilierenden Giulietta Sprint ist der neue 1,4-Liter-Turbobenzinmotor mit einer Leistung von 150 PS. Schon beim Starten des Triebwerks lässt der satte Sound Vorfreude aufkommen. In den Ortschaften und auf Überlandstrassen rund um das Testgelände der Fiat-Gruppe in Balocco bei Mailand verrichtet der Motor im unteren Drehzahlbereich schon fast brav schnurrend seine Arbeit. Passanten bleiben stehen, schauen bewundernd dem Fahrzeug nach – Alfa Romeo ist nun einmal ein Stück italienischer Nationalstolz. Dann ist Schluss mit der Bummelei. Auf den folgenden engen, kurvigen Strecken im Gebirge kommt so richtig Fahrspass auf. Gibt man dem Sprint die Sporen, quittiert dies der Turbomotor mit einem freudigen, aber nie störenden Aufheulen. Spontan in der Gasannahme, zeigt sich das Aggregat putzmunter und giert förmlich danach, so richtig gefordert zu werden. Selbst im Grenzbereich liegt das knapp 1300 Kilogramm wiegende Fahrzeug satt auf der Strasse. Auch bei forscher Gangart und auf schlechten Strassenbelägen ist der Fahrkomfort gut. Das ideal abgestufte und sehr präzise zu schaltende Sechsganggetriebe trägt das Seinige dazu bei, den Motor bei Laune zu halten. Laut Werksangaben erfolgt die Beschleunigung von 0 bis Tempo 100 in 8,2 Sekunden, und der Vorwärtsdrang soll gemäss Werksangaben erst bei 210 km/h ein Ende haben. In Kombination von Überland-, Autobahn- und Stadtfahrten wird der Verbrauch mit 5,7 Litern pro 100 Kilometer angegeben. Das dürfte wohl nur bei einer ausgesprochen zurückhaltenden Fahrweise erreicht werden – aber dafür ist der Giulietta Sprint nun einmal nicht ausgelegt. Der Neuling aus Mailand ist in der Schweiz ab Dezember erhältlich. Der Preis ist noch nicht bekannt; auf dem deutschen Markt sind knapp 24?500 Euro (rund 29?400 Franken) hinzublättern.

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