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Wenn die wichtigste Position vakant ist

aadorf. Wer spielt Ende September im NLB-Frauen- team des Volleyballclubs Aadorf die Bälle zu? Eine Nachfolgerin von Andrea Scharpf ist bisher nicht gefunden – dafür stossen zwei talentierte Schwestern zur Equipe.

«Ich komme aus den Ferien heim und es ist Chaos», klagt Roberto Lombardi. Der Teammanager des VC Aadorf ist um seine Aufgabe nicht zu beneiden. Er sucht eine starke Zuspielerin für die im Oktober beginnende Meisterschaft. Und hat bisher nur Absagen gesammelt. Zuletzt gabs einen Korb von In-grid Volpi, einer in die Schweiz immi-grierten Brasilianerin mit Erfahrung aus der NLA. «Einen Tag vor meinen Ferien hat sie abgesagt», seufzt Lombardi. «Alles war organisiert, die Wohnung und eigentlich auch der Job.»

Lombardi ist daher weiter in Gesprächen mit potenziellen Ballverteilerinnen. Derzeit steht eine frühere Profispielerin zuoberst auf der Liste, wie der Teammanager verrät. Der Verhandlungsstand: Die Spielerin hat sich Bedenkzeit ausbedungen. Seit 2009 war es stets ein mühseliges Unterfangen, die Zuspielposition adäquat zu besetzen. Zuletzt half nochmals für ein Jahr Andrea Scharpf aus, die eigentlich hatte zurücktreten wollen.

«Ich hoffe, ich kann in einer Woche mehr sagen», erklärt Lombardi, «in zwei Wochen ganz sicher.» Vielleicht ist dann auch bloss eine weitere Absage bekannt. Auch ohne starke erste Zuspielerin würde Aadorf nicht abstiegen, ist der Teammanager aber überzeugt – und spricht von der Passeusen-Suche als einer «Aufbauarbeit». Zwei Spielerinnen, die er kontaktiert habe, hätten noch einen Vertrag und hätten ihm gesagt, sie liessen in einem Jahr mit sich reden. An zwei jungen Zuspielerinnen sei er auch dran, «die sind ganz aus der Nähe». Die Strategie: dranbleiben.

Anfragen aus dem Ausland

Das gilt auch bei der Förderung der Zuspielerinnen aus dem Nachwuchs. «Wir haben zwei talentierte Juniorinnen, aber sie sind noch zu jung», urteilt Lombardi. Eine von ihnen werde jetzt in der zweiten Mannschaft eingesetzt. Die Zeit, bis sie reif sind, um in der NLB die Schaltzentrale zu besetzen, muss mit zugezogenen Passeusen überbrückt werden. «Im Ausland gibt es ganz viele», berichtet Lombardi: «Ich bekomme wöchentlich E-Mails.» Die Grundsatzfrage sei aber, ob viel Geld in eine externe Spielerin investiert werden soll «oder ob wir aus der Si­tua­tion halt das Beste machen». Diese Woche berät Lombardi dar­über mit dem Vorstand.

Hoch hinaus mit den Caluoris?

Auf den übrigen Positionen ist schon mehr klar. Mit Lina Samland, Marion Schindler, Patricia Humbel, Nadja Pantaleoni, Jennifer Flachsmann und Stefanie Wäckerlin sind ein halbes Dutzend Spielerinnen von vergangener Saison auch diesen Winter fix dabei. Dazu kommen zwei Zuspielerinnen – und zwei Schwestern mit bekanntem Namen. Es sind Vera und Laura Caluori, 20 und 18 Jahre alt, die vom NLA- Team Toggenburg, wo sie vier Jahre lizenziert waren, zu Aadorf wechseln.

Vera Caluori, 186 cm gross, verstärkt die Mitteposition, während Laura Calouri, nur zwei Zentimeter kleiner, Aussenangreiferin ist. Die Uzwilerinnen haben beide in der Schweizer Junioren-Nationalmannschaft gestanden, zuletzt war Laura im Frühjahr für die Spiele der EM-Qualifikation aufgeboten gewesen.

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