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Wenn Diesel und Automatik heiraten

Auf die neue Kombination von Allradkombi, Boxer-Diesel-Aggregat und stufenloser Automatik ist Subaru besonders stolz. Zu Recht, wie erste Testfahrten im Outback zeigen.

Diese Weltpremiere ist in der grossen Flut der Neuheiten am Auto-Salon Genf beinahe untergegangen. Subaru-Schweiz-Marketing-Direktor Werner Bärtschi betont aber: «Es mag ein kleiner Schritt für die Menschheit sein. Es ist aber ein grosser Schritt für Subaru. Auf dieses Modell haben wir und unsere Kunden lange gewartet.» Tatsächlich: Der neue Jahrgang des höhergelegten Allradkombis Outback mit 20 Zentimetern Bodenfreiheit beinhaltet eine längst erwartete neue Modellvariante: die Heirat von Diesel mit Getriebeautomatik. Dabei handelt es sich nicht um irgendeinen Diesel und einen konventionellen Getriebeautomaten.

Subaru geht auch hier völlig eigene Wege. Der Turbodiesel ist der bestens bekannte und einzigartige 2-Liter-Boxer. Für das Modelljahr wurde er bei gleichbleibenden Leistungsdaten – 150 PS und 350 Newtonmeter Drehmoment – in vielen Details überarbeitet. So erhielt er eine neue Kurbelwelle, leichtere Pleuel und verbesserte Kolben. Auch der Ansaugtrakt und die Ventilköpfe wurden überarbeitet.

Im Fahrbetrieb fällt er durch spontanes Ansprechen, schnelles Hochdrehen und einen geschmeidigen sowie sehr leisen Lauf auf. Die Boxeranordnung überzeugt auch durch den tiefen Schwerpunkt, minimale Vibrationen und einen sparsamen Dieselkonsum. Der Normmix mit Lineartronic liegt bei 6,1 Litern auf 100 Kilometer.

Und nun zu dem im Dieselmodell sehnlichst erwarteten Lineartronic­getriebe. Es ist eine von Subaru mit Hingabe gepflegte Spezialität. Hinter der Bezeichnung verstecken sich die Begriffe «stufenlos» und «elektronisch gesteuert». Die stufenlose Kraftübertragung funktioniert über eine stabile Stahlgliedkette, die das Drehmoment mit variablen Übersetzungsverhältnissen und elektronisch gesteuert zwischen zwei Doppelkegelrädern überträgt. Vorteil: Der Motor kann immer im optimalen Wirkungsgrad gehalten werden. Das ergibt eine gute Beschleunigung bei sparsamem Verbrauch. Nachteil: Beim starken Beschleunigen nervt die Insassen ein hochtouriges und gleichförmiges Motorgeräusch ohne erkennbares Hochdrehen und ohne gewohnte Gangstufen.

Aber auch hier haben die Subaru-Ingenieure Hand angelegt. Die Lineartronic wurde neu abgestimmt und für den Diesel mit sieben virtuellen Gangstufen aufgewertet. Diese programmierten Gangstufen lassen sich aber nicht nur manuell über etwas klein ausgefallene Lenkradwippen schalten. Sie sind auch im normalen Automatikbetrieb präsent und simulieren beim Hochbeschleunigen ganz normale Gangwechsel. Beim Bergabfahren wird die Motorbremse des 4,79 m langen Allradkombis besser genutzt. Schalt­rucke wie bei einem Doppelkupplungsgetriebe sind keine zu spüren.

Das überzeugt. Und so wird dieses von vielen ungeliebte CVT-Getriebe durchaus salonfähig. Die Subaru-Händler können sich freuen. Diese verfolgen übrigens ehrgeizige Ziele. Insgesamt wollen sie 2013 in der Schweiz 8500 Fahrzeuge verkaufen. 750 sollen Outback AWD sein, 50 Prozent davon mit der neuen Kombination Diesel und Lineartronic. Dabei helfen dürften auch kleine, aber effiziente optische Retouchen. Die Frontpartie des seit 1995 in vierter Generation produzierten Crossoverpioniers erhält einen dynamischer wirkenden Kühlergrill und neue Nebellampen, dazu haben die Japaner neue Felgen aufgezogen.

Auch im Interieur, das vorne und hinten die besten Platzverhältnisse der Klasse bietet, gibt es Modifikationen an der Mittelkonsole und der Anordnung der elektrischen Parkbremse. Schliesslich ist das Fahrwerk für den neuen Modelljahrgang neu abgestimmt worden. Insbesondere die Wankneigung und das Schieben über die Vorderräder wurde reduziert. Zu haben ist der Outback AWD Boxer Diesel Lineartronic ab sofort ab 39?650 Franken.

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