Zum Hauptinhalt springen

Wer fremdgeht, wird registriert und wieso der Eintritt-Zähler «Fahrten» anzeigt

Wohin zieht es die 16'000 Leute, die im letzten Jahr einen Sportpass gekauft hatten? Viele nutzen die Bademöglichkeiten in der Region. Hier die Rangliste der Fremdschwimmer und mehr.

Irritierend auf den langen Statistiklisten, die Sportamtchef Dave Mischler jeweils erhält, ist ein Begriff: «Fahrten» steht da, nicht «Eintritte». Der Grund ist simpel: Das System, das das Drehkreuz zum Schwimmen oder Schlittschuhlaufen öffnet, wurde für Skilifte entwickelt und denkt so. Die Listen sind mehrseitig und detailreich; ein Inspektor Knüberli kann daraus manche Vorliebe herauslesen, wohin welche Sportpass-Besitzer gerne gehen. Es gibt den Pass als Ganzjahresmodell oder saisonal, für Vereine, Familien oder Einzelsportler, in der Basis-Version für Bäder und Kunsteisbahnen oder mit Sauna-Klettern-weiss-was-Zusatz. Für alle aber gilt: Der Sportpass ist längst nicht mehr an die geografische Stadtgrenze gebunden, sondern erlaubt unbeschränkt Zutritt zu Sportanlagen in mittlerweile neun Gemeinden bis an den Pfäffikersee. Die jüngste Gebietserweiterung ist Rickenbach, womit sich die Freibäder-Zahl im Sportpassangebot auf 13 erhöht. Das Hallenbad ist der Renner Uns interessiert hier, wohin es die 16?000 Sportpässler des letzten (Rekord-)Jahres zog. Ganz klarer Spitzenreiter ist die Badeanlage Geiselweid, wo der automatische Gäste-Zähler nicht zwischen drinnen und draussen unterscheidet und Ende 2013 auf 225?000 stand. Fahrten waren es genau genommen noch einige Tausend mehr – jene, die rein, raus und wieder rein gehen, werden natürlich wie am Skilift aufaddiert. (Oder aber der Sportpass wurde widerrechtlich von einer anderen Person mitbenutzt.) Hinter dem Geisi schaffen – um in der Sportsprache zu bleiben – die Freibäder Wülflingen (38?000) und Wolfensberg (34?000) den Sprung aufs Podest. Ganz knapp nicht aufs Treppchen reicht es der Eissportanlage Deutweg mit knapp 32?000 Sportpass-Gästen. Die Freibäder Oberi und Töss folgen mit gut respektive knapp 20?000 Sportpass-Gästen. Und in der mittlerweile geschlossenen Trendsportanlage Block auf dem Lagerplatz zählte man letztes Jahr 9300 Passgäste. Ab Herbst wird der Sportpass für die neue Kletterhalle «6a plus» gelten. Elsau und Seuzach voraus Unter den Angeboten in der Region sieht die Rangliste des letzten Jahres so aus: Freibad Elsau 7600 Gäste, Seuzach 7300, Pfäffikon (Seebadi) 4400, Effretikon (Freibad inklusive Minigolf sowie Eishalle im Winter) 3900, Neftenbach 3200, Wiesendangen (Freibad und Hallenbad) 2400. Für das hübsche Bad von Schlatt liegen keine Zahlen vor, weil es keine elektronische Erfassung gibt, und Rickenbach kam erst diesen Frühling neu dazu. Dividiert man die Anzahl der verkauften 16?400 Sportpässe (wovon 1200 Kinderpässe für die Sommerferien waren) durch die summierten Eintrittszahlen, zeigt sich: Im Schnitt nahmen Passinhaber zwischen 25 und 30 Mal ein Angebot in Anspruch. Relaxpass, ein Auslaufmodell Basis, Relax und Trend wurden die Pässe genannt, Trend wird im Herbst durch Climb ersetzt, weil neu Klettern dazu gehört. Und Relax ist in Frage gestellt, weil der Stadtrat letzte Woche entschieden hat, dass der Betrieb von Saunas keine städtische Aufgabe mehr sein sollen.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch