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Wichtig zu wissen

Yoga kam aus Indien in den Westen. Ursprünglich handelte es sich um einen spirituellen Weg, der die Suche nach Erleuchtung durch Meditation zum Ziel hatte. Die Asanas (Körperhaltungen) entstanden erst im Laufe der Zeit. Ihr Ziel war es, den Körper so zu kräftigen und zu mobilisieren, dass die Yoga-Praktizierenden möglichst lange und beschwerdefrei im Meditationssitz verweilen können.

Im modernen Yoga, welches heute im Westen praktiziert wird, gibt es unzählige Formen und Richtungen von Yoga. Die wohl bekannteste Form ist Hatha Yoga, das aus einer Reihe von Asanas besteht. Eine in Europa und Nordamerika verbreitete körperbetonte Richtung ist Iyengar Yoga, eine Art, bei der auch Hilfsmittel eingesetzt werden, um Ungeübten die Übungen zu erleichtern. Kundalini Yoga nach Yogi Bhajan setzt den Schwerpunkt auf die Erweckung und Lenkung der Kundalini-Ener­gie­.

Vinyasa Power Yoga ist eine aus Amerika stammende Richtung: Sri K. Pattabi Jois, ein Sanskritgelehrter und Yogi, gründete 1948 das Ashtanga Yoga In­sti­tute in Mysore. Schüler von ihm haben diese Yogaform für den Westen adaptiert und umbenannt. Zu ihnen gehört der Kalifornier Bryan Kest. Von ihm lässt sich die Winterthurer Yogalehrerin Saskia Middendorp inspirieren. «In dieser dynamischen Form des Yoga lösen wir mit Hilfe des Körpers als Instrument Spannungen und finden im meditativen Fluss zu grösserem Gleichgewicht, Harmonie und Wohlbefinden», erklärt Middendorp.

Richtig gemacht ungefährlich

In letzter Zeit gibt es immer wieder Kritiker, die warnen, Yoga könne gefährlich sein. Sie mahnen, bei gewissen Positionen könne man sich verletzen. Dazu gehört die Rumpfbeuge im Sitzen, bei der es zu einem Bandscheibenvorfall kommen kann, oder die Kerze, bei der die Halswirbel belastet und Druck auf die Halsschlagader ausgeübt werden kann. Saskia Middendorp ist überzeugt, dass – wer Yoga korrekt ausführt – nicht fürchten muss, sich zu verletzen. Als ehemalige Tanzlehrerin kennt sie den Körper genau und weist jeweils während der Übungen auf die Punkte hin, die es zu beachten gilt. So darf etwa bei der Kerze der Kopf nicht seitwärts gedreht werden. Ausserdem sollte man nicht die Halswirbelsäule belasten, sondern mit dem Gewicht auf den Schultern bleiben. Bei der Vorwärtsbeuge gilt: zuerst nach vorne schauen und den Rücken in die Länge ziehen, bevor man den Kopf zu den Knien senkt. Wird ein Bein seitlich angewinkelt, ist die Belastung für den Rücken zudem viel geringer. (ssc)

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