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Wichtiger Sieg fast ohne Zittern

uster. Im «Sechs-Punkte-Spiel» beim Tabellennachbarn Uster setzte sich der HC Rychenberg verdient 6:4 durch und kletterte wieder über den Strich der Unihockey-NLA.

Für den HC Rychenberg war die Vorrunde der NLA-Qualifikation ein harziges Unterfangen gewesen. Anfangs stimmte die Leistung noch nicht, unter anderem bei der unerwarteten 2:6-Pleite gegen Uster, und zuletzt waren die Auftritte zwar ansprechend, fanden jedoch nur selten ihren Niederschlag in Zählbarem. Deshalb ging es in der 13. Runde gegen Uster in erster Stelle dar­um, zu punkten. Diese Pflicht hat der HCR erfüllt. Dank einem während der ersten vierzig Minuten erstaunlich ruhigen und geduldigen Auftritt behauptete er sich 6:4 und überholte in der Tabelle Uster sowie Grünenmatt.

Nur 23 Sekunden hatte es in der Vorrunde gedauert, bis Uster in Führung gegangen war. Diesmal vergingen 42 Sekunden, bis Uster mit seinem ersten Schuss in Richtung Tor in Führung ging … Torhüter Teemu Kortelainen sah bei diesem Schuss von der Bande wenig vorteilhaft aus, doch bügelte er den Fauxpas im weiteren Verlauf der Partie mit einigen guten Paraden wieder aus. Anders als im Hinspiel gelang Rychenberg fast postwendend der Ausgleich: Moritz Schaub fand bei einem Freistoss genügend Raum vor, um Felix Buffs Zuspiel zu verwerten.

Effizient, dann grosszügig

Die Gefahr war damit gebannt, dass der Rest der Partie zu einem erneuten kon­stanten Anrennen gegen eine massierte Abwehr wurde. Rychenberg fand die Geduld, um sein Spiel ruhig und kon­trol­liert aufzubauen und so Gegenstösse mehrheitlich zu vermeiden. «Wie unsere Spieler das hingekriegt haben, war aller Ehren wert», lobte Assistenztrainer Jonas Grunder. «Das war keine Selbstverständlichkeit in einem solch wichtigen Spiel.»

Die Konsequenz daraus war, dass die Winterthurer das Geschehen grösstenteils bestimmten und diese Vorteile ummünzten. Niklaus Gassmann verstand es, in der 8. Minute einen Abpraller zu verwerten. Nach Usters Ausgleich nutzte Lukas Grunder in der 16. Minute ein optimales Zuspiel von Petr Kološ zum 3:2 und Marc Huber düpierte kurz vor Drittelsende Usters Hintermannschaft aus der zweiten Reihe.

Im gleichen Stil ging es im Mitteldrittel weiter. Rychenberg kon­trol­lier­te mit seiner geduldigen Spielweise Geschehen und Gegner. Was nun jedoch fehlte, war die Effizienz im Abschluss. Diese Grosszügigkeit im Auslassen bester Chancen verhinderte, dass Rychenberg nach 40 Minuten die Entscheidung herbeigeführt hatte. Uster hing zwar in den Seilen und befand sich mit drei Toren im Hintertreffen, doch gelaufen war die Partie noch nicht, wie sich herausstellen sollte. Die Zürcher Oberländer mobilisierten ihre letzten Kräfte. Ihr Forechecking zeigte Wirkung. «Wir verloren den Überblick», erkannte Trainer Rolf Kern. «Das ist eine Folge des zuletzt fehlenden Erfolgs.» Und Grunder fügte bei: «Wir hätten nur den freien Mann anspielen müssen, aber den fanden wir nicht.» Mehr als einen Schuss vor den Bug war Usters Aufbäumen am Ende aber nicht. Dafür hätte es den Anschlusstreffer gebraucht.

Kerns Fazit fiel verhalten positiv aus: «Die ersten vierzig Minuten waren gut. Abstriche müssen wir uns allerdings wegen der Chancenauswertung gefallen lassen.» Die drei gewonnenen Punkte könnten die Grundlage sein für eine Rückrunde, die den Erwartungen eher entspricht als die quälend verlaufene Hinrunde. Am Samstag werden gegen Leader Langnau 40 gute Minuten allerdings kaum reichen.

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