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Wieder Cavendish

Cherasco. In der 13. Etappe des Giro d’Italia feierte Mark Cavendish bereits seinen vierten Tagessieg.

Kommt es wie gestern auf dem mit 254 km längsten Teilstück von Busseto nach Cherasco zu einem Massensprint, ist Cavendish nicht zu schlagen. Der Strassenweltmeister 2011 aus der Mannschaft Omega Pharma-Quick Step – der stärkste Sprinter im Feld – setzte sich nach über sechs Stunden Fahrzeit hauchdünn vor dem Italiener Giacomo Nizzolo durch. Wie schon tags zuvor wurde der Slowene Luka Mezgec Dritter. Da das Fahrerfeld geschlossen ins Ziel kam, blieb im Gesamtklassement alles beim Alten und der Italiener Vincenzo Nibali im Ma­glia rosa unangetastet.

Was die Prognostiker vorausgeahnt hatten, bewahrheitete sich auch bei der Zieleinfahrt in Cherasco. Trotz einiger Ausreissversuche auf dem gegen Ende ziemlich hügeligen Parcours hatte das Feld das Tempo ideal für die sich formierenden Sprinter diktiert. So war auch die letzte Aktion von Giampaolo Caruso (It) auf den Schlusskilometern ein aussichtsloses Unterfangen gewesen – Cavendish bedankte sich für die Vorarbeit seines Teams mit dem insgesamt 13. Giro-Etappensieg.

Indes gehen der Rundfahrt langsam die Favoriten aus. Sowohl Vorjahressieger Ryder Hesjedal (Ka/38.) als auch der letztjährige Tour-de-France-Sieger Bradley Wiggins (Gb/12.) mussten die Segel streichen. Beide lagen in der Gesamtwertung wegen gesundheitlicher Beschwerden – Hesjedal litt an einem Virus, Wiggins an einer Brustkorbinfektion – bereits weit zurück und hatten keine Chance auf den Gesamtsieg mehr.

Vor schwerer Schlusswoche

Nachdem der Giro bis anhin noch in eher gemütlichen Teilstücken gefahren wurde und mehrheitlich eine Angelegenheit der Sprinter war, gilt es ab der heutigen 14. Etappe von Cervere nach Bardonecchia über 168 km langsam ernst. Nach der Rampe zum Skiort Sestrière wird der Schlussaufstieg über 7 km mit einer durchschnittlichen Steigung von acht Prozent zum Monte Jafferau die schwere Schlusswoche mit vier Bergankünften – die erste davon in Frankreich mit dem Ziel auf dem Col du Galibier – und einem Bergzeitfahren einläuten. Somit dürfte der heutige Abschnitt mit jeweils einem Bergpreis der ersten und zweiten Kategorie einen Vorgeschmack dar­auf geben, was in den kommenden Tagen die Fahrer noch erwarten wird. (si)

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