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Wieder traf es das Emmental

Gestern überrollte eine Regenfront die Schweiz und führte erneut zu heftigen Überschwemmungen. Am Abend traf das Gewitter auch die Ostschweiz.

Neue Gewitter haben gestern erneut Schäden an Häusern und Verkehrswegen angerichtet, vor allem in den Kantonen Bern und Luzern. Sie waren Vorboten des intensiven Regens, der in der Schweiz erwartet wurde. Über dem Kanton Luzern entluden sich am Nachmittag heftige Unwetter. Die Polizei registrierte weit mehr als hundert Schadenmeldungen, wie es in einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft hiess. Betroffen waren vor allem das Entlebuch und Gebiete im Luzerner Hinterland. Der Schaden sei massiv, hiess es in der Mitteilung. Bäche traten über die Ufer, Keller und Dutzende Gebäude füllten sich mit Wasser. Strassen standen am Abend unter Wasser oder waren von Geschiebe oder Hangrutschungen blockiert. Auf verschiedenen Bahnstrecken, etwa der Verbindung Luzern–Olten, kam es zu Störungen und Unterbrüchen. Schangnau nicht betroffen Im Kanton Bern gingen rund neunzig Schadenmeldungen ein. Betroffen war fast ausschliesslich die Region Mittelland-Emmental-Oberaargau, wie die Kantonspolizei am Abend mitteilte. Bäche traten über die Ufer, und Wasser drang in Häuser ein. Solche Wassereinbrüche gab es vor allem in der Region Kiesental, rund um den Belpberg und im Gebiet Sumiswald/Trub. Örtlich blieb Wasser auf den Strassen liegen und behinderte den Verkehr. Verschiedene Strassen- und Bahnverbindungen waren vorübergehend unterbrochen. In den am Donnerstag von einem Unwetter verwüsteten Ortschaften Schangnau und Bumbach sei alles unter Kontrolle, sagte der Informationschef des Führungsstabes Emmental, Georges Wüthrich. Am Abend erreichten die ersten Gewitter die Ostschweiz und störten auch dort den Bahnverkehr. Die Strecke GaisAR–Altstätten SG war vorübergehend nur beschränkt befahrbar, und wegen des Hochwassers konnten auch zwischen UrnäschAR und Appenzell vorübergehend keine Züge mehr verkehren. Auch in AltstättenSG traten die Bäche über die Ufer. Auf einem Leservideo auf 20min.ch, das offenbar am Abend in Altstätten gedreht wurde, war zu sehen, wie Autos von den Wassermassen herumgeschoben wurden. Vorbereitungen im Aargau Im Kanton Zürich warnte die Polizei davor, sich im und am Wasser aufzuhalten. Schon am Sonntag waren vorsorglich mehrere Millionen Kubikmeter Wasser aus dem Sihl- und dem Zürichsee abgelassen worden. Damit sollten diese Gewässer etwas mehr Regen aufnehmen können. In den Kantonen Aargau und Solothurn bereiteten sich die kantonalen Führungsstäbe auf eine mögliche Hochwassersituation entlang der Flüsse vor. In beiden Kantonen wird die Lage aber bislang als noch nicht kritisch betrachtet.

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