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Wiesendangen vor dem Aufstieg

Winterthur. In der Drittligagruppe 6 benötigt der FC Wiesen­dangen nur noch einen Punkt, um den Aufstieg in die 2. Liga Regional sicherzustellen.

Wiesendangen – El­li­kon/­Mar­tha­len 2:1 (2:0). – Die Anfangsphase gehörte dem Heimteam, das durch eine herrliche Volleyabnahme von Christian Bretscher (21.) in Führung ging. Beim Stand von 1:0 bekam Wiesendangen einen Penalty zugesprochen, doch Philippe Mäder scheiterte am Mar­tha­ler Torhüter Mladen Nastevski. Unmittelbar vor dem Pausenpfiff entschied der Schiedsrichter erneut auf Strafstoss für Wiesendangen. Nuno Mendez trat diesmal an und traf zum 2:0. Die Gäste ihrerseits spielten zwar gut mit, konnten vorerst jedoch nicht in die Gefahrenzone vor dem Tor eindringen.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich dies. Mar­tha­len dominierte das Heimteam phasenweise und schaffte es, Wiesendangen in Bedrängnis zu bringen. In der 62. Minute durfte auch Mar­tha­len einen Elfmeter schiessen. Loris Bosshard hämmerte den Ball jedoch über die Latte. Zehn Minuten vor Schluss bot sich Mar­tha­len erneut eine hervorragende Tormöglichkeit, um ins Spiel zurückzufinden. Weil Wiesendangens Francesco Marino als letzter Mann eine klare Torchance vereitelte, musste dieser vom Platz. Den fälligen Penalty setzte Dimitar Nastevski jedoch neben den Pfosten. Der Anschlusstreffer, erzielt durch Pascal Ulreich (88.), fiel dennoch, aber zu spät, um den FCW nochmals zu gefährden. Vier Spiele vor Schluss haben die Wiesendanger zwölf Punkte Vorsprung auf den ersten Verfolger Phönix 2, womit ihnen der Aufstieg kaum noch zu nehmen ist.

Phönix Seen 2 – Tössfeld 4:0 (3:0). – Im Winterthurer Derby setzte sich das Heimteam diskussionslos durch. Phönix war in allen Belangen überlegen und hätte mit einer besseren Chancenauswertung gar höher gewinnen können. Doch Nenad Simonovic im Tössfelder Tor klärte das eine oder andere Mal für sein Team. Die Seemer begannen druckvoll und schossen noch in der Startviertelstunde das 1:0. Eine punktgenaue Flanke Miguel Amarals verwertete Luca Moser. Nur eine Zeigerumdrehung später doppelte Pascal Wehrli mit dem 2:0 nach. Tössfeld hingegen hatte während 90 Minuten nicht eine gefährliche Torszene und konnte die Gastgeber, bedingt durch zu viele Fehlpässe und mangelndes Zweikampfverhalten, zu keiner Zeit in Bedrängnis bringen. Im Gegenteil: Nach 37 Minuten fiel das 3:0 durch Amaral. Im zweiten Durchgang schraubte Phönix einen Gang zurück, war aber immer noch die spielbestimmende Mannschaft. Schon in der 55. Minute machte erneut Wehrli mit einem sehenswerten Schlenzer von ausserhalb des Strafraums zum 4:0 alles klar.

Feuerthalen – Seuzach 2 0:0 . – Seuzach hatte über 90 Minuten gesehen leichte spielerische Vorteile und war dem Sieg näher als die Gastgeber. Hochprozentige Chancen blieben vorerst jedoch Mangelware. In der zweiten Hälfte schafften es die Gäste, Feuerthalen über eine längere Periode unter Druck zu setzen. Dabei erzielten sie zwei Tore, die allerdings wegen Offside aberkannt wurden. Die beste Möglichkeit bot sich Florian Schwerzmann nach rund 65 Minuten. Er scheiterte jedoch am Feuerthaler Torhüter Steiner. Somit blieb es beim 0:0, was Seuzachs Trainer René Kuhn etwas frustrierte. «Zwei verlorene Punkte», meinte er. Doch fügte Kuhn an, dass er zufrieden sei, zu null gespielt zu haben.

Diessenhofen – Turbenthal 2:0 (2:0). – Nachdem der Abstieg auch rechnerisch nicht mehr zu verhindern war, fehlte den Turbenthalern die letzte Motivation. Im Gegensatz zu den letzten Spielen, in denen sie immer an einen Sieg geglaubt hatten, liessen sie gegen Diessenhofen diese Spannung vermissen. Erschwerend hinzu kamen Absenzen aufgrund von Sperren und Verletzungen. Das Heimteam hatte so eher leichtes Spiel. Weil es bereits zur Pause 2:0 stand und Turbenthal bis auf einen Abschluss keine eigentliche Torchance vorzuweisen hatte, zeichnete sich der Sieg für Diessenhofen früh ab.

Dielsdorf – SC Veltheim 2:3 (2:1) – Gegen aggressive und kompakt stehende Dielsdorfer hatte Veltheim Mühe, in die Gefahrenzone zu dringen. Durch zu langes Ballhalten und viele ungenaue Zuspiele machten sich die Gäste das Leben selber schwer. Denn obschon Alejandro Tapia den SCV nach zwölf Minuten in Front schoss, gelang es nicht, das Spiel zu beruhigen und den Ball in den eigenen Reihen laufen zu lassen. Bereits wenige Minuten nach dem 0:1 erzielte Dielsdorf den Ausgleich. Es kam noch besser für die Hausherren: Ein Eckball in der 32. Minute führte zur 2:1-Führung. Doch dann bewies der SCV zum wiederholten Male Nervenstärke, zeigte sich geduldig und kehrte schliesslich das Spiel. Nach einer Stunde verstärkten die Gäste nämlich die Offensive, was Früchte trug. Es gelang ihnen nun besser, den Gegner früh unter Druck zu setzen. Prompt fiel der Ausgleich: Luca Spänni nahm ein Zuspiel hinter die Abwehr ­direkt aus der Luft und überlobte den her­ausstürmenden Torhüter. Der SCV drückte auf das Siegtor, welches Norbu Dobler (77.) mit einem schönen Schuss aus der Drehung realisierte.

Neftenbach – Bülach 1:2 (1:0). – «Wenn man in einem Loch ist, kommt meistens auch noch Pech dazu», meinte Neftenbachs Trainer Danny van Namen und sprach unter anderem die letzte Szene der Partie an, die zum Elfmeter für die Gäste führte. Eine Stunde lang kombinierten die Neftenbacher gut, dominierten den Gegner grösstenteils und verzeichneten ein Chancenplus. Ryan Storz markierte in einer Neftenbacher Druckphase den Führungstreffer. Anschliessend waren gute Möglichkeiten für das 2:0 vorhanden, doch Bülachs Verteidigung sowie eigenes Unvermögen verhinderten dies. Nach rund 60 Minuten kippte die Partie. Neftenbach baute ab und Bülach erar­bei­te­te sich die eine oder andere hochkarätige Torchance. Der Ausgleich war eine Frage der Zeit. Schliesslich kam ein Bülacher bei einem Eckball frei zum Kopfball und markierte das 1:1 (78.). Als bereits die Nachspielzeit angebrochen war, kam es zu einem Zweikampf in Neftenbachs Strafraum, bei dem der Unparteiische etwas streng auf Foul entschied. Bülach liess sich nicht zweimal bitten und traf zum 1:2-Endresultat.

Zürich-Affoltern – Russikon 3:2 (2:2). – Russikon verpasste es, im Spitzenspiel der Gruppe 4 an Leader Zürich-Affoltern vorbeizuziehen, denn die Gastgeber behielten knapp Oberhand. Ilir Shabani eröffnete das Skore zugunsten der Gäste nach elf Minuten. Doch im Gegenzug gelang Affoltern der Ausgleich. Die Partie war sehr ausgeglichen, wobei Russikon die spielerisch feinere Klinge führte als die Gastgeber, welche immer wieder den direkten Weg in die Spitze suchten. Nach 39 Minuten ging der FCR erneut in Führung. Mit Yves Camenischs Tor zum 1:2 wollten die Gäste in die Pause, doch Affoltern schaffte abermals den sofortigen Ausgleich. Nur zwei Minuten nach Wiederanpfiff legten erstmals die Hausherren vor, denn ein Penalty wurde zum 3:2 verwertet. Dadurch erfuhren sie kurzzeitig Aufwind und Russikon musste zusehen, nicht einen weiteren Treffer zu kassieren. Das vorübergehende Aufkommen flaute dann ab und die Gäste drückten fortan auf ihren dritten Treffer, welcher ihnen jedoch bis zum Schluss verwehrt blieb. (psp)

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