Zum Hauptinhalt springen

Wiesendangen will eine neue KiTa bauen

Die Räume der Kindertagesstätte Kiwi platzen aus allen Nähten. Zudem ist die Infrastruktur veraltet. Lange hat der Trägerverein nach einem neuen Standort gesucht – vergeblich. Die Gemeinde will mit einem Neubau Abhilfe schaffen.

Auf der «grünen Wiese» will die Gemeinde Platz für die Kinderbetreuung schaffen. Damit endet für den Verein Kindertagesstätte Wiesendangen (Kiwi) die jahrelange Suche nach einem zentralen Standort. Heute organisiert der Verein die externe Kinderbetreuung an drei Standorten in der Gemeinde. Kinder im Vorschulalter gehen in die Krippe, Kindergärtler in den Hort und Schulkinder treffen sich nach dem Unterricht im so genannten Club. Das Angebot ist gefragt. In der Krippe werden jeden Tag mindestens zehn Säuglinge oder Kleinkinder betreut, den Mittagstisch im Hort und Club besuchen bis zu 50 Schüler. «Etwa ein Sechstel aller Wiesendanger Schulkinder profitieren in irgendeiner Form von unserem Betreuungsangebot», sagt Anita Aondio, Präsidentin des Vereins Kiwi. Seit die Organisation im September 2005 gegründet wurde, ist sie stetig gewachsen.Doch der Erfolg hat seine Schattenseiten. Der Hort, der in ehemaligen Büroräumen untergebracht ist, platzt aus allen Nähten. Im Gebäude des Clubs, das vor Jahrzehnten als Provisorium erbaut wurde, ist die Infrastruktur völlig veraltet. Vor allem die sanitären Anlagen sind in einem schlechten Zustand. «Wir können die gesetzlichen Auflagen noch einhalten, aber langfristig hat das keine Zukunft», sagt Aondio. «Wir haben zwar drei Standorte, aber keiner ist ideal.» Zudem würden die in der Gemeinde verteilten Räumlichkeiten mehr organisatorischen und finanziellen Aufwand mit sich bringen. Auch die gesetzlichen Auflagen für eine Kita würden stetig steigen. «Mit einfachem Kinder hüten hat das heute nichts mehr zu tun», sagt Aondio. «Es sind professionelle Strukturen nötig, denen auch die Infrastruktur gerecht werden muss.»

Drei Optionen geprüft

Die Probleme der Kita zeichneten sich schon lange ab. Deshalb bemüht sich der Verein seit Jahren, einen neuen, zentralen Standort für alle Angebote zu finden – ohne Erfolg. Lange war man im Gespräch mit der Reformierten Kirchgemeinde. Diese hatte vor, das Neue Pfarrhaus zu verkaufen. Für die Kita wäre dies ein geeignetes Gebäude gewesen. Doch die Kirchenpflege änderte ihren Entscheid und behielt das Haus.Nun hat die Gemeinde entschieden für die Kinderbetreuung einen Neubau «auf der grünen Wiese» zu erstellen. Dafür hat sie eine gemeindeeigenen Parzelle Bauland oberhalb der Sagihalle im Trottenrain ausgeschieden. Benötigt wird eine Fläche von rund 1100 Quadratmetern. Das Gesetz verpflichtet die Gemeinden, ab dem 1. Januar 2014 ein familienergänzendes Betreuungsangebot für Kinder im Vorschulalter einzurichten. Für die ausserschulische Betreuung sind die Schulgemeinden zuständig.«Nach der erfolglosen Suche des Vereins hat die Gemeinde geprüft, welche ihrer Liegenschaften geeignet sein könnten», sagt Gemeindeschreiber Hans-Peter Höhener. Drei Standorte wurden von einer Arbeitsgruppe vertieft angeschaut: bestehende Gebäude an der Kirchstrasse und an der Dorfstrasse und das Bauland im Trottenrain. Am Ende entschied man sich für den Neubau. «Damit können die Bedürfnisse der Kita am besten berücksichtigt werden», begründet Höhener den Entscheid. Die Lage in der Nähe der Schule und dem geplanten neuen Kindergarten sei ideal für das Betreuungsangebot.

Finanzierung bleibt offen

In einem nächsten Schritt schreibt die Gemeinde die Architekturarbeiten aus um anschliessend einen verbindlichen Kostenrahmen zu haben. «Wir rechnen mit einem Betrag der sicher über 2 Millionen Franken hoch ist», sagt Höhener. Deshalb kommt das Geschäft im nächsten Jahr an die Urne. «Wie die Finanzierung genau aussieht, ist derzeit noch offen.»Der Verein und die Angestellten der Kita seien erleichtert, dass es nun endlich vorwärts gehe, sagt Aondio. «Wir hoffen, dass das Projekt so bald wie möglich vorliegt und dass es die Stimmberechtigten überzeugt.»

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch