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Winterthur hinter Laax, aber vor Flims

184 058 Logiernächte zählten die 15 Winterthurer Hotels im letzten Jahr. Damit rutscht die Stadt leicht ab in der nationalen Tourismusstatistik. Diese lässt sich auch spielerisch lesen.

Diese Zahlen dürften den neuen Winterthurer Tourismusdirektor Pierre Droz brennend interessieren. Und für alle anderen können sie Anlass sein, ein lustiges Quiz im trauten Kreis zu spielen. Besonders Findige fertigen Spielkarten an, wer weniger gern bastelt, kann auch nur die nackten Zahlen als Basis eines Fragespiels nehmen. Frage: Welche Orte neben den beiden Metropolen Zürich und Genf haben die höchsten Übernachtungszahlen im Land? Auf welcher Tabellenposition liegt Winterthur? Und wie schneidet unsere Stadt ab im direkten Vergleich zum Beispiel mit Vaz/Obervaz oder Weggis? St. Gallen spurtet vorwärts Hier die ersten Antworten: Winterthur liegt mit 184 058 Logiernächten auf Platz 32 der nationalen Rangliste, zwei Positionen weiter unten als im Jahr zuvor (das einiges kleinere St. Gallen ist nach vorne geprescht und hat Winterthur ganz knapp überholt). Die Zahl der Übernachtungen geteilt durch die Zahl der Ankünfte ergibt die durchschnittliche Verweildauer. Und die beträgt in Winterthur 1,88 Nächte. Im hektischen Zürich bleiben die Gäste weniger lang (bloss 1,79 Nächte), ebenso im teuren Luzern (1,70) und im lauten Opfikon (1,48). Aber in Genf, Basel, Lausanne bleiben die Leute gerne etwas länger – und erst recht in Zermatt, Davos und St. Moritz. Welcher dieser drei Tourismusorte schafft es in die Spitzengruppe, gleich hinten dem Duo Zürich/Genève? Halt! Hier ist Zeit nötig, um zu überlegen. Drei Tipps, die helfen: St. Moritz ist reich (Russen, Schneepolo), Zermatt ist schön (Matterhorn, Holzställe), Davos ist städtisch und sportlich (HCD, Cologna). Also, die Antwort bitte jetzt! Richtig ist: Zermatt liegt auf Rang drei mit 1,25 Millionen Logiernächten. Davos belegt Rang sechs (hinter Luzern und Basel). Und St. Moritz schaffts gerade noch in die Top Ten (hinter Lausanne, Bern und Interlaken). Womit mittlerweile gleichzeitig sechs der zehn grössten Schweizer Städte genannt sind. Gibt es – fragt man sich als besorgter Lokalpatriot – eine grosse Stadt, die noch hinter Winterthur liegt? Lugano liegt vorne (Rang 13), St. Gallen wie gesagt ebenfalls (Rang 31). Und doch gibt es sie, die Stadt, die weniger Touristen und Businessgäste anzieht als Winterthur. Es ist Biel (Rang 66 mit etwas mehr als halb so vielen Gästen). Noch eine Antwort zu den eingangs gestellten Quizfragen sind wir schuldig. Wo steht Winterthur im Vergleich mit Vaz, Weggis und weiteren Orten mit viel Fremdenverkehr? Die Bündner Gemeinde Vaz/Obervaz liegt auf Rang 27 der nationalen Übernachtungsstatistik (zur Gemeinde gehören nämlich Lenzerheide und Valbella, was einiges erklärt). Weggis liegt hinter Winterthur auf Platz 38. Knapp vor Winterthur in der Rangliste findet sich Laax, ebenso knapp hinter Winterthur Flims. Wo verweilt man am längsten? Und nun noch eine letzte Quizfrage: Wo unter den 50 Topdestinationen bleiben die Gäste im Schnitt wohl am längsten? Eher in den typischen Ferienorten als in den schnelllebigen Städten, das ist klar. Gute Werte in dieser Kategorie haben zum Beispiel Pontresina, Laax, Ollon und Anniviers. Deutlicher Sieger im Bereich Feriendauer aber ist mit 4,6 Nächten – Sils im Engadin. Wer das Tourismus-Zahlen-Raten weiterspielen will, findet die aktuelle Rangliste und jene vieler Vorjahre unter «Neuerscheinungen» auf statistik.winterthur.ch. Wer aus den Zahlen ein Karten- oder sonst ein spannendes Spiel entwickelt, darf sich gerne beim «Landboten» melden.

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