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Winterthur lässt den Biervertrag auslaufen

WINTERTHUR. In den städtischen Gastrobetrieben muss nicht mehr zwingend ein Heineken-Bier ausgeschenkt werden: Die Pächter dürfen nun ab 2013 ihre Bier- und Getränkelieferanten selber auswählen. Endlich, sagen sie.

Es sei ein alter Zopf, sagten die Pächter der städtischen Gastrobetriebe schon vor Jahren. Die regionalen Kleinbrauer kritisierten, dass ihnen der Zugang zu gewissen Restaurants verwehrt bleibt. Und im Parlament war der langfristige Liefervertrag, den die Stadt mit dem Biergiganten Heineken abgeschlossen hat, ebenfalls schon kritisch hinterfragt worden. Nun sieht dies auch der Stadtrat so: Er verlängert den Biervertrag nicht mehr. Ab 2013 können damit auch die Pächterinnen und Pächter der städtischen Restaurants ihre Bier- und Getränkelieferanten selber bestimmen und mit diesen eigene Verträge und Konditionen aushandeln. Das sei eine Chance für die lokalen Kleinbrauereien, sagt die neue Finanzvorsteherin Yvonne Beutler (SP). Gastropräsident Karl Fatzer glaubt, dass dieser Entscheid auch den Wirten hilft: Sie könnten ihr Angebot individuell gestalten und sich so profilieren. Heineken bedauert den Entscheid, wie das Unternehmen, das 1994 die Winterthurer Traditionsmarke Haldengut aufgekauft hatte, mitteilt. Der Bierproduzent geht aber davon aus, dass ihm die meisten Wirte auch weiterhin treu bleiben werden. Bei den Betroffenen kommt die Meldung gut an. «Dieser Entscheid war schon lange fällig», sagt etwa Roland Häusermann vom «Strauss». Es sei nicht mehr zeitgemäss, wenn der Vermieter dem Pächter vorschreibt, welche Lieferanten zu berücksichtigen seien. Ralph Schlup vom «Bruderhaus» ist ebenfalls froh, dass die Wirte ihr Angebot selber auswählen können. Auch wenn Bier nicht der tragende Pfeiler im Betrieb sei, könne er nun auf individuelle Wünsche der Kunden reagieren. Auch im «Obergass» wird man sich Gedanken machen, wie Karin Hunold sagt. Ob sich viel ändern werde, sei aber noch offen. Beschwert habe sich über die Bierauswahl bislang niemand. «Hin und wieder wird aber nach einem lokalen Bier gefragt.» Seite 13

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