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Winterthur organisiert seine Sozialhilfe neu

In der Sozialhilfe werden die Kompetenzen neu verteilt. Die Behördenreorganisation wurde gestern klar gutgeheissen, am deutlichsten in Oberwinterthur.

Es ist das erwartete Ergebnis: Mit 86,2 Prozent sagten die Stimmberechtigten gestern klar Ja zur Reorganisation der Fürsorgebehörde. Die Vorlage wurde in allen Stadtkreisen angenommen, am deutlichsten in Oberwinterthur mit 90,3 Prozent, am wenigsten deutlich in Töss mit immer noch 80,8 Prozent. Das Ergebnis widerspiegelt die Kräfteverhältnisse. Bis auf CVP und SD unterstützten die Parlamentsparteien die Vorlage. Mit dem Volksentscheid ist besiegelt, dass die Fürsorgebehörde in Sozialhilfebehörde umbenannt und von 15 auf 11 Mitglieder verkleinert wird. Zudem werden die Kompetenzen in der Beurteilung der Sozialhilfegesuche neu verteilt: Den Entscheid über die finanzielle Unterstützung fällt künftig allein die Verwaltung. Die Behörde führt Stichproben durch, entscheidet in erster Instanz über Rekurse und befasst sich mit Fragen der strategischen Ausrichtung. In Kraft treten werden die Änderungen nach Beginn der neuen Legislaturperiode im nächsten Jahr.

Verdoppelung der Gesuche

Sozialvorsteher Nicolas Galladé, Präsident der alten und der neuen Behörde, freute sich über das unerwartet deutliche Votum der Stimmberechtigten. «Beim Thema Sozialhilfe kommt es ja manchmal zu unglücklichen thematischen Vermengungen.» Die Stadt werde nun die untergeordneten Reglemente anpassen und regeln, wie das Controlling der Sozialhilfeentscheide aussieht. Die Reorganisation war von der Fürsorgebehörde selbst erarbeitet worden – mit dem Ziel Doppelspurigkeiten abzubauen und die Entscheidungsprozesse den veränderten Bedingungen . In den letzten 20 Jahren hat sich die Zahl der Sozialhilfegesuche in Winterthur auf fast 3000 pro Jahr verdoppelt. (mcl)

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