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Winterthur will auf Forderungen an Biorender verzichten

Die technischen Probleme und die zu niedrige Gasproduktion setzten der Biorender derart zu, dass sie kurz vor dem Konkurs steht. Darum wollen die beteiligten Städte nun handeln.

Die Stadt will Biorender und damit die Gasbezüge der Thurgauer Firma noch nicht ganz aufgeben. Dies geht aus einer Mittelung hervor, die Stadtrat Matthias Gfeller heute verschickte. Um einen drohenden Konkurs abzuwenden, sei eine finanzielle Sanierung unumgänglich.Die am Fleischvergärungsunternehmen beteiligten Städte Winterthur, St. Gallen, Schaffhausen und die Gemeinden Uzwil und Flawil wollen bei der Neuausrichtung gemeinsam vorgehen. Sie schlagen vor, dass die Aktionäre und Gläuber zu grossen Teilen auf ihre Forderungen verzichten sollen und an den Gasabnahmeverträgen festzuhalten.

Stadtrat beantragt Ermächtigung

Die Aktionäre würden ihre Aktien gratis abtreten beziehungsweise maximal eine Minderheitsbeteiligung erhalten. Die Stadt Winterthur hat ihre Aktien von 3 Millionen bereits per Ende 2013 vollständig abgeschrieben. Auch St. Gallen und Wil beteiligten sich ursprünglich mit je 3 Millionen Franken am Aktienkapital von 12,2 Millionen Franken, Schaffhausen, Flawil, Uzwil und Private halten kleinere Anteile.Dazu beantragt der Stadtrat beim Grossen Gemeinderat in einer Vorlage, ihm die Ermächtigung zu geben, die notwendigen Schritte einzuleiten. Zudem soll die Stadtwerk Winterthur ermächtigt werden, weiterhin Biogas der Biorender einzukaufen.

Investor gefunden

Wie der Stadtrat in seiner Mitteilung weiter antönt, sei ein Investor aus der Entsorgungsbranche gefunden worden, der das technische Management von Biorender übernehmen würde. Welche Firma das ist, konkretisiert Gfeller in seiner Mitteilung aber nicht. Ebenfalls unerwähnt bleibt, wie es mit der Stadt Wil weitergeht. Diese hatte Ende 2013 die Verträge gekündigt und ihre Aktien den anderen Aktionären zum Kauf angeboten.

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