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Winterthur will E-Zigis aus Schulen verbannen

Winterthurer Schüler sollen keine E-Zigaretten rauchen dürfen. Die Zentralschulpflege empfiehlt, ein Verbot zu erlassen, wie sie am heute mitteilte. Dies sei die konsequente Weiterführung des bereits geltenden Verbotes von gesundheitsschädigenden Stoffen.

«Die Schulleiter sind mit dem Problem an mich herangetreten», sagt Schulstadtrat Stefan Fritschi (FDP). Immer wieder seien Primar- und Sekschüler beim Rauchen der E-Zigaretten beobachtet worden. «Das hat ja gar nichts mit Rauchen zu tun», lautete das Argument mit dem die Schüler eine Lücke in der Schulordnung gesucht hätten, wenn Lehrpersonen ihnen die Inhalationsgeräte verbieten wollten. Jetzt habe sich die Zentralschulpflege mit der Problematik vertieft auseinandergesetzt. Sie empfiehlt den Schulen, den Gebrauch der E-Zigaretten in der Schulordnung zu verbieten, so Fritschi. Dies sei die konsequente Weiterführung des bereits geltenden Verbotes von gesundheitsschädigenden Stoffen an Schulen. Bei Missachtung des Verbotes drohen Diziplinarmassnahmen wie Verweise oder Einträge ins Zeugnis. «Es soll einfach klar sein: Wir dulden das nicht», sagt Fritschi.«Bei den ganzen neuartigen Tabackformen merkt man ja gar nicht mehr, wenn sie jemand konsumiert», sagt Fritschi. Die Produkte führen schnell zu einer Abhängigkeit und öffneten einen «für die Tabakindustrie sehr interessanten Kanal». Das gelte auch für Kautabak und für den in Sportlerkreisen immer beliebteren Schnupftabak

Chemikalien werden verdampft

Die E-Zigarette beruht auf dem Verdampferprinzip und besteht aus einer Batterie, einem ­Verdampfer und einem Behälter für die Flüssigkeit mit Nikotin und diversen chemischen Inhaltsstoffen. Die Flüssigkeit kann man im Ausland frei kaufen, bei uns ist sie bislang nur übers Internet erhältlich. Verboten sind E-Zigratten in der Schweiz allerdings auch nicht. Die langfristigen gesundheitlichen Auswirkungen sind noch weitgehend unbekannt. Das Bundesamt für Gesundheit warnt aber vor dem Konsum. Der Dampf gewisser E-Zigaretten enthalte krebserregende Stoffe und Nikotin sei ein starkes Nervengift. In den Zügen der SBB sind die Geräte seit dem Fahrplanwechsel vor einer Woche verboten. (kir)

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