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«Wir haben Spass am Fussball»

Etwas überraschend zieren die Klotener Frauen souverän die Tabellenspitze der 2. Liga. Fünf Spielerinnen erklären die bisher erfreulichen Saisonleistungen.

Habt ihr im vergangenen Sommer erwartet, dass ihr als Tabellenführer überwintert?

Yasmine Bucher (19-jährig): Erwartet nicht. Aber ich habe mir erhofft, dass wir oben bei den besseren Teams dabei sind.

Sarah Krüsi (25): Ich denke nicht, dass man so etwas erwarten kann. Wir haben in dieser Saison hart gearbeitet und uns so den ersten Tabellenplatz erkämpft.

Lucia Zuberbühler (17): Da wir letzte Saison auf dem zweiten Platz gelandet sind, war ich natürlich sehr motiviert, in dieser Saison nochmals eine Steigerung zu erreichen. Eine klare Erwartung hatte ich aber nicht.

Vicky Baratovic (25): Mit den drei gewichtigen Abgängen und den Neuzugängen aus Bülach war es schwierig einzuschätzen, wie schnell wir zusammenfinden. Ich habe mit dem dritten Rang gerechnet.

Sabrina Bodenmann (23): Es ist erfreulich, dass wir an die guten Leistungen der Vorsaison anknüpfen konnten.

Welches waren die Gründe für euren Höhenflug?

Sabrina Bodenmann: Die Mischung bei uns stimmt.

Vicky Baratovic: Im Sturm harmonierten Sarah Krüsi und Sonja Beer von Beginn weg sehr gut. Genauso wie das Innenverteidigungsduo Yasmine Bucher und Livia Russo. Aber natürlich steuert jede einzelne Spielerin zu unserem Erfolg bei.

Sarah Krüsi: Wir wuchsen die ganze Vorrunde durch zu einem Team heran. Die Höhen und Tiefen haben uns näher zusammenrücken lassen. So konnten wir alle eine tolle Leistung abrufen.

Yasmine Bucher: Das Team wurde gut verstärkt, wir haben Spass am Fussball und spielen mit Leidenschaft.

Lucia Zuberbühler: Wir haben sehr starke Stürmerinnen sowie eine solide Abwehr. Jede Person in der Mannschaft ist aber wichtig und deshalb treten wir als Team auf.

Euer Trainer Carmino Trupo hat einmal gesagt, dass wichtige Basisarbeit für die starken Klotener Leistungen bereits früher vom ehemaligen langjährigen Klotener Frauen-Trainer Peter Wartmann gelegt worden ist. Seht ihr das auch so?

Vicky Baratovic: Peter Wartmann war ein sehr guter Trainer und hat bestimmt jeder Spielerin was mitgeben können.

Sarah Krüsi: Ich denke schon, dass all die Spielerinnen, die unter Peter Wartmann trainiert haben, etwas von ihm mitgenommen haben. Somit hat er bestimmt eine wichtige Basis gelegt.

Am Anfang dieser Saison lautete das Klotener Saisonziel Rang eins bis drei. Jetzt, mit dem souveränen Wintermeistertitel, ändert ihr euer Saisonziel, wollt ihr nun unbedingt in die 1. Liga aufsteigen?

Lucia Zuberbühler: Klar steigert sich in mir, je näher wir der 1. Liga kommen, der Wunsch, aufzusteigen. Mein Saisonziel bleibt aber immer noch gleich wie vor dem Saisonstart.

Yasmine Bucher: Wenn der Aufstieg kommt, dann kommt er. Unser Saisonziel hat sich aber bisher nicht geändert.

Sabrina Bodenmann: Aufgrund der momentanen Si­tua­tion ist es meiner Meinung nach nicht unbegründet, wenn wir unser Ziel etwas genauer definieren. Wir wollen jedoch unser zweites Ziel, die Cupfinal-Teilnahme, nicht aus den Augen verlieren.

Vicky Baratovic: Der Aufstieg ist nicht unser Ziel. Dafür wollen wir in den Cupfinal kommen. Der findet ja, wie seit Jahren bereits, bei uns in Kloten statt.

Bei euren Verfolgern Oerlikon/Polizei und Wiesendangen fehlten während der Vorrunde mehrfach die Leistungsträgerinnen Sofia Bösch und Diana Frehner respektive Sandra Kälin. In der Rückrunde werden diese Ausnahmespielerinnen wohl wieder regelmässig dabei sein. Werden nun Oerlikon/Polizei und Wiesendangen euch den Leaderthron bald streitig machen können?

Sabrina Bodenmann: Wir müssten auf unser Team schauen. Was unsere Gegner machen, sollte unser Spiel nicht beeinflussen. Ausserdem wäre es der falsche Ansatz, den Erfolg einer Mannschaft von ein, zwei Spielerinnen abhängig werden zu lassen.

Lucia Zuberbühler: Wir kon­zen­trie­ren uns nicht auf einzelne Gegenspielerinnen – nur ein richtiges Team wird uns in der Rückrunde Probleme bereiten können.

Yasmine Bucher: Ein Team besteht aus mehreren Spielerinnen – eine Saison wird nicht von einer oder zwei Spielerinnen entschieden.

Momentan trainiert ihr neben dem Spiel am Wochenende zweimal in der Woche. Wärt ihr bereit, bei einem allfälligen Aufstieg in die 1. Liga dreimal wöchentlich zu trainieren?

Lucia Zuberbühler: Ich wäre auf jeden Fall dazu bereit, dreimal zu trainieren.

Yasmine Bucher: Das wäre dann wohl nötig.

Sabrina Bodenmann: Sollte es tatsächlich zu einem Ligawechsel kommen, ist es natürlich wichtig, dass man das Trainingskonzept neu bewertet. Eine dritte Trainingseinheit wäre daher sicher ein Weg, den wir einschlagen müssen und wollen.

Sarah Krüsi: Falls wir aufsteigen sollten, wäre ich sicher bereit, dreimal in der Woche zu trainieren. Das wird dann auch sicher nötig sein, um weiterhin vorne mit dabei zu sein.

Weshalb spielt ihr Fussball?

Sarah Krüsi: Ich spiele Fussball, weil es meine Leidenschaft ist. Bereits im Kindesalter habe ich Fussball gespielt und solange ich es gerne mache, werde ich damit auch nicht aufhören.

Sabrina Bodenmann: Ich spiele seit meinem sechsten Lebensjahr Fussball und habe damals mit meinem Zwillingsbruder angefangen. Ich hatte schon immer Freude, wenn ich einen Ball wegkicken konnte.

Lucia Zuberbühler: Ich spiele Fussball, weil es meine Leidenschaft ist und ich auf dem Rasen all meine anderen Sorgen für eine Weile vergessen kann.

Yasmine Bucher: Weil es meine Leidenschaft ist und ich meine Mannschaft liebe.

Habt ihr im Fussball ein Vorbild?

Vicky Baratovic: Ich bin ein Fan von unserer neuen Stürmerin Sonja Beer. Sie ist schnell und hat eine unglaublich gute Ballbeherrschung. Sie gibt auch im Training alles. Ich freue mich, dass sie zum FC Kloten gewechselt hat.

Sarah Krüsi: Ich habe im Grossen und Ganzen kein Vorbild. Als ich kleiner war, war die Brasilianerin Marta eines meiner Vorbilder. Sie hat eine super Ballbehandlung und ist eine, meiner Meinung nach, komplette Spielerin. Interview: Markus Wyss

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