Winterthur

Wirtschaft, wachse!

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Wenns doch nur so ­einfach wäre! Man schreibt eine Zahl fest als Ziel, und dann kommt der Erfolg fast ganz von selbst. In der Budgetdebatte hatten die Grünliberalen die Mathekompetenzen der Mittelstufenkinder nach oben korrigieren wollen mittels einer kleinen Quotenkorrektur und mit dem Wunsch, dass dann mehr Ingenieure die Hochschulen verlassen würden. Gestern warben sie für ihren Koeffizienten, der Einwohner mit Arbeitsplätzen in Verbindung bringt. Und sie versprachen, auf diese Weise mehr Firmen mit vielen zusätzlichen Jobs nach Winterthur zu locken. Der Gemeinderat bezweifelte zu Recht die Richtigkeit dieser Rechnung.

Der Stadtrat allerdings hat bisher auch nicht brilliert mit Zahlen. Die bürgerliche Wende war mit dem Versprechen zustande gekommen, 10 000 neue Jobs zu schaffen. Kaum gewählt, krebste der Stadtrat zurück und wollte von fixen Zahlen nichts mehr wissen. Und auch gestern riet der Stadtrat von Quoten ab. ­Offenbar unterscheidet er jetzt zwischen Wahlreden und täglicher Politik. Firmen lassen sich nicht herbeireden oder «herbeiquöteln». Zu vielfältig sind die Faktoren, die über eine Ansiedlung entscheiden, viele sind von der Lokalpolitik auch kaum zu beeinflussen. Das offen zu sagen, ist Pflicht vor der Volksabstimmung über die GLP-Initiative.

Erstellt: 15.12.2015, 08:47 Uhr

Martin Gmür, Lokalredaktor

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