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Wissenschaft für Nachtschwärmer

Zum sechsten Mal fand am Freitag an der ZHAW School of Engineering die Nacht der Technik statt, eine beeindruckende Leistungsschau des «Tech» und eine Veranstaltung mit hohem Unterhaltungswert.

Menschengewimmel, Bratwurstdüfte, Live-Bands: Die Nacht der Technik nach dem Frackumzug ist auch ein fröhliches Fest der Wissenschaft. Aus den gegen fünfzig angebotenen Demonstrationen, Ausstellungsobjekten, Projektarbeiten, Laborexperimenten auszuwählen, fällt nicht leicht. Zumal man sich als technischer Laie unter Themen «Multilateration», «Kinect-Array» oder «Reluktanzmotor» rein gar nichts vorstellen kann. Zum Glück werden auch geführte Rundgänge angeboten, die einem zu einem Überblick verhelfen. Im Gebäude TP bietet ein Kinderlabor 5- bis 12-Jährigen die Möglichkeit, «den Ingenieur in sich zu entdecken», wie der Tour-Guide Matthias sagt, etwa mit einer Experimentier-Show zum Thema «Gase». Im Gebäude TE sind die Bachelor-Arbeiten ausgestellt. Dort demonstriert unter anderem ein auf einem Industrieroboter basierender Fahrsimulator die Beschleunigungskräfte, denen ein Rennwagenpilot auf der Kurvenhatz ausgesetzt ist. «Im Bibliotheks- und Mensagebäude befindet sich das Herzstück der Technik-Nacht», erklärt Guide Matthias. Im Erdgeschoss sind über zwanzig Studentenprojekte ausgestellt, die technische Themen oft auch mit spielerischem Ansatz angehen, während im Obergeschoss «echte», seriös-wissenschaftliche Forschungs- und Entwicklungsprojekte gezeigt werden.» Es handelt sich dabei um Auftragsarbeiten, wie etwa die aerodynamische Optimierung eines Go-Karts oder die Entwicklung eines Bike-Simulators. Beeindruckend auch die Demonstration des Windkanals: Das gut acht Meter lange und raumhohe Ungetüm kann Windgeschwindigkeiten bis zu 200 km/h erzeugen und ist in interdisziplinärer Zusammenarbeit ganz an der ZHAW entstanden. Besonders eindrücklich ist die Demonstration eines Strömungsabrisses an einem Flugzeugflügel mit Hilfe von Sprühnebel?... Der Bart-Beweis Die Demonstration des «hochpräzisen Quadrokopters» hingegen enttäuscht alle, die spektakuläre Flugmanöver erwartet haben: Aus Sicherheitsgründen schwebt das Flugobjekt ziemlich statisch und räumlich eingeschränkt hinter Gittern. Wesentlich mehr Spass macht da schon die «Roboter-Bar», die BA-Arbeit von drei Studenten, wo Roboter Drinks mixen, Bier und Süssgetränke ausschenken: Sie ist zweifellos der Star des Abends und ständig von vielen «Wissens-Durstigen» umschwärmt … Und schliesslich bietet auch das Gebäude TL eine gefragte Attraktion: Hier fallen unter den kundigen Händen weiss gewandeter Pflegestudentinnen des ZHAW-Departements Gesundheit die hunderttägigen Bärte. Schon kurz nach 20 Uhr gibt es bereits einige Studis, die ihre «Matte» offenbar nicht schnell genug loswerden können. Fast grösser aber ist der Andrang beim Fotostand, wo man den Wildwuchs am Kinn noch für die Nachwelt dokumentieren kann: Sozusagen als haariges Pendent zum offiziellen Diplom.

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