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Woche der Wahrheit

BERN. Mit der Flandern-Rundfahrt und Paris–Roubaix stehen für Fabian Cancellara die beiden wichtigsten Rennen des Jahres an.

Vor einem Jahr hatte der Berner zum zweiten Mal nach 2010 gleich beide Klassiker gewonnen. Und auch 2014, im wohl drittletzten Jahr seiner Karriere, stehen am Sonntag die Flandern-Rundfahrt von Brügge nach Oudenaarde und in einer Woche der Kopfsteinklassiker nach Roubaix «hoch oben auf der Liste» (Cancellara).

Anders als in den letzten sechs Jahren hat Cancellara vor den beiden Rennen noch keinen Sieg feiern können – auch wenn er mehrmals nahe dran war. Das dürfte ihn aber kaum beunruhigen, denn die Form stimmt. Dies bewies er nicht zuletzt am vorletzten Wochenende bei Mailand–Sanremo, als nur Alexander Kristoff (No) schneller war und er sich zumindest im ersten Augenblick über den 2. Platz ärgerte. Und beim E3-Preis in Harelbeke (9. Platz), den er in den letzten fünf Jahren dreimal gewann, verlor er wegen eines Massensturzes auf den schmalen belgischen Strassen entscheidende Zeit.

Über seine Vorbereitung zeigte sich Cancellara jedenfalls zufrieden. «Ich hatte einen guten Winter und habe das gemacht, was ich konnte. Ich bin bereit, um in Flandern und Roubaix vorne mitzufahren», sagte der 33-jährige Berner nach Mailand–Sanremo. So oder so wird sich weisen, ob seine durch einen Sturz und eine Grippe beeinträchtigte Vorbereitung ausreichte.

In Flandern ist Cancellara die Unterstützung gewiss. Kein anderer ausländischer Profi wird in der Radsporthochburg derart verehrt. In Zielort Oudenaarde ist ihm gar ein eigenes Museum gewidmet. Sein dort ansässiger Fanclub zählt rund 4000 Mitglieder.

Nur Tom Boonen steht in der Gunst des Publikums noch höher da. Der Einheimische gewann die Flandern-Rundfahrt dreimal (2005, 2006 und 2012) und damit einmal mehr als Cancellara. 2013 stürzte Boonen bereits kurz nach dem Start. Diesen Frühling fuhr der ebenfalls 33-Jährige erfolgreicher noch als vor einem Jahr.

Als zweiter Topfavorit neben Cancellara gilt aber Peter Sagen. Der erst 24-jährige Slowake hat als Profi bereits 59 Rennen gewonnen, vier davon in diesem Frühling. Ein Sieg bei einem ganz grossen Eintagesrennen fehlt ihm aber noch. Vor einem Jahr wurde er in Flandern Zweiter hinter Cancellara.

Neben Cancellara werden voraussichtlich noch vier weitere Schweizer starten: Cancellaras Teamkollege und Helfer Gregory Rast, Michael Schär und Silvan Dillier (beide BMC) sowie Martin Elmiger (IAM). Vom Schweizer Team IAM zählen Sylvain Chavanel (Fr) und Heinrich Haussler (Aus) zum erweiterten Favoritenkreis. (si)

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