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Wochenende der Weichenstellung

Wie geht es weiter mit den Kloten Flyers? Die Partien in Davos (heute) und gegen Rapperswil (Samstag) sind wegweisend.

Ausgerechnet Davos hat den Flyers die ganze Bandbreite ihres Könnens (oder Nichtkönnens) aufgezeigt: Im ersten Spiel in der Vaillant-Arena sahen die Klotener wie eine Mannschaft aus, die nicht in derselben Liga wie der HCD spielt, sie verloren 3:8. Im ersten Heimspiel gegen die Bündner aber zeigte der letztjährige Finalist die bisher beste Saisonleistung und gewann verdient 3:2. Leader Davos, der zu Hause noch keinen Punkt abgegeben hat, ist heute der erste von zwei Prüfsteinen für die Flyers. Die stehen vor nichts weniger als vor einem Wochenende der Weichenstellung. Mit den drei Niederlagen und den dabei höchst ernüchternden Leistungen rutschten sie nach der zweiwöchigen Pause von Rang 7 auf Platz 10 ab, noch drei Punkte vor Ambri und neun vor Schlusslicht Rapperswil-Jona Lakers. Geht es im gleichen Stil weiter, ist heute alles andere als eine Niederlage in Davos eine Überraschung. Ginge dann auch noch die Leistung im Heimspiel gegen die Lakers nicht in Ordnung, sind die Signale klar. Die Mannschaft steht heute und morgen also auf dem Prüfstand, sie kann zeigen, ob sie bereit ist, sich für ihren Trainer und das Team zu zerreissen. Tut sie das nicht, bleibt vielleicht noch der Dienstags-Heimmatch gegen Ambri, bevor Eingriffe erfolgen müssten. Auch wenn das gestrige Training in Sachen Intensität sehr gut war, gibt und gab es gerade auch an den Übungstagen immer wieder Szenen oder Vorkommnisse, die den Eindruck hinterlassen, dass es in Sachen Chemie nicht zum Besten bestellt ist. Das Team spielte selten das, was die Trainer fordern oder empfehlen. Die Flyers treten ähnlich auf wie im letzten Winter der SCB, der nach dem Titel den Tritt nie fand; Meistercoach Antti Törmänen musste schliesslich gehen. Felix Hollenstein, dessen Kontrakt bis Saisonende läuft, wird in Kloten kaum entlassen, aber: Man könnte sich durchaus vorstellen, dass er irgendwann einmal die Lust verliert, gegen Windmühlen zu kämpfen. Ungewohntes von den Lions Die ZSC Lions lieferten diese Woche Ungewohntes ab: Zum ersten Mal in dieser Saison verloren sie zweimal in Folge. Das 1:2 in Davos schmerzte dabei weniger als das 2:3 nach Verlängerung in Biel. Heute in Rapperswil sind einige Titulare, die zuletzt enttäuschten, gefordert; am Samstag im Heimspiel gegen Davos ohnehin. Trainer Marc Crawford hat sie mit deutlichen Worten «eingestimmt». Mark Bastl fällt rund einen Monat aus, Lukas Flüeler kehrt möglicherweise ins Tor zurück.

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