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Wohlen Leader, Servette demontiert

Nach zwei Runden in der Challenge League ist nur noch der FC Wohlen ohne Verlustpunkt. Nach einem 4:2 gegen Servette, das nach einer frühen Führung auseinanderfiel.

Sechs Punkte nach Spielen gegen den FC Schaffhausen, in der vergangenen Saison lange Zeit die Nummer 2 der Liga, und gegen Servette, den grossen Namen in diesem Umfeld: Das ist eine erstaunliche erste Bilanz für eine Mannschaft, die im Frühjahr bis zur zweitletzten Runde um ihren Platz in der Challenge League bangen musste. Aber es ist die Bilanz eines FC Wohlen, der «nun sicher nicht abhebt», wie es sein Trainer Ciri Sforza nach dem zweiten Sieg pflichtgemäss sagte. Aber als eine erste Bestätigung, in dieser Saison das deutlich bessere Kader zu haben als in der vergangenen, dürfen die Freiämter ihre ersten Auftritte doch sehen. In Schaffhausen hatten sie nach guter Defensivleistung durch einen späten Treffer gewonnen. Gestern waren sie fähig, auf einen frühen Gegentreffer zu reagieren und den ebenfalls als Startsieger angereisten Servette FC zuerst niederzukämpfen und dann zeitweise auch auszuspielen. Zwei Doubletten führten vom 0:1 zum 4:1. Die erste kehrte kurz vor und nach der Pause das Spiel; die zweite zehn Minuten vor Schluss liess das Skore in eine Höhe anwachsen, die aus Sicht der Genfer geradezu ein Desaster war. Zwei Doubletten Die Vorstellung Servettes erinnerte nur in der ersten Phase des Spiels an eine Mannschaft, die in der Romandie als Aufstiegsfavorit gilt. Auf jeden Fall wurde das 1:0 schon nach sechs Minuten mühelos und technisch einwandfrei herausgespielt. Eine Flanke von rechts legte Jocelyn Roux für Johan Vonlanthen ab. Der Altinternationale dribbelte sich kurz frei und traf dann souverän. Aber allmählich verschwanden die Stärken der Genfer, waren ihre Offensivspieler wie Vonlanthen immer weniger zu sehen. Dafür tauchten die Schwächen vor allem der Defensive auf; angefangen bei Torhüter Roland Müller. Nach Simon Rapps Kopftor nach einem Freistoss des aus England gekommenen Deutschen Ronny Minkwitz in der 49. Minute bekam der Match endgültig ein anderes Gesicht. Nun waren die Aargauer unbestritten stärker, spielten sie sich Chancen heraus, die früher die Entscheidung hätten herbeiführen können. Es war nun eine gute Kollektivleistung einer Mannschaft, in deren 4-1-4-1 am ehesten die Aussenverteidiger als Schwachpunkte gesehen werden können. Eine unruhige Nacht verbracht hätte womöglich auch die neue Nummer 1 im Tor, Joel Kiassambua, wenn sein kapitaler Flop in der 65. Minute bestraft worden wäre. Völlig unbedrängt lupfte er Gegenspieler Roux den Ball auf den Kopf. Aber der war dann zu langsam, die einmalige Gelegenheit zu nutzen – Kiassumbua konnte seinen Patzer zurücklaufend gerade noch korrigieren. Als dann Roux doch noch ins Tor traf, lief schon die Nachspielzeit und war der Match längst entschieden. Es musste der Engländer Kevin Cooper, der neue Mann auf Servettes Bank, damit beginnen, die erste Niederlage zu analysieren in einer Liga, die er überhaupt nicht kennt, in einem Fussballland, das ihm gewiss fremd ist. Und von einer Mannschaft, deren individuelle Qualitäten gefährlich beschränkt wirken. Der FC Wohlen aber fährt am Wochenende zu einem weiteren Spitzenspiel nach Lugano. Nur er hat nach zwei Runden noch keinen Punkt eingebüsst. Vor einem Jahr brauchte er zehn Matches, um es auf die sechs Punkte zu bringen, die er jetzt schon in der Tabelle ablesen kann. hjs

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