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Wohlfühlen ohne Altersgrenze

In der Veranstaltungsreihe «Älter werden in?…» erklärt Stadtrat Nicolas Galladé, wieso sich die über 80-Jährigen in der Stadt wohlfühlen. Und weshalb das so bleiben sollte.

Ein schöner Weg zum Spazierengehen, gut beleuchtete Strassen, gut erreichbare öffentliche Verkehrsmittel und die Möglichkeit, im Quartier einkaufen zu gehen. Diese und andere Faktoren spielen eine grosse Rolle, damit sich Menschen auch im hohen Alter noch wohlfühlen. Das ergab eine Studie der Stadt Winterthur und der ZHAW. Im Projekt «Spitex Plus» wurden die über 80-jährigen Winterthurerinnen und Winterthurer dazu befragt, wie sie ihre Lebensqualität einschätzen und was sie für ihr persönliches Wohlbefinden brauchen. Das Ergebnis war überraschend: Die älteren Senioren fühlen sich pudelwohl. Und das liegt auch am städtischen Angebot.

Sicher leben im Quartier

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe «Älter werden in?…» präsentiert Stadtrat Nicolas Galladé (SP) die Erkenntnisse der Befragung in den Quartieren. «Ein positives Altersbild ist nicht nur eine Wunschvorstellung», kommentiert der Sozialvorsteher die Studienergebnisse im Kirchgemeindehaus Seen. «Es ist auch Realität.» So seien 90 Prozent der über 80-Jährigen mit ihrer Wohn­­si­tua­tion und dem Quartierleben zufrieden. Zudem würden sich die Städter auch im hohen Alter sehr sicher fühlen.«Das liegt auch daran, dass zwei Drittel der Befragten seit über 20 Jahren im selben Quartier wohnen», sagt Galladé. Neben der gewohnten Umgebung spiele aber auch die Infrastruktur eine Rolle. So seien neben den Spazierwegen und den gut beleuchteten Strassen auch Grünflächen und genügend Sitzgelegenheiten an öffentlichen Plätzen wichtig. Dar­über hinaus fühle sich ein betagter Winterthurer wohler, wenn die öffentlichen Verkehrsmittel gut erreichbar seien und die Post, der Hausarzt und eine Einkaufsmöglichkeit in der Nähe lägen. Der entscheidende Wohlfühlfaktor ist nach Ansicht des Sozialvorstehers aber das soziale Netzwerk und die Familie. «Viele wollen zu Hause wohnen bleiben, können aber den Haushalt alleine nicht mehr meistern», so Galladé. «Ambulante Dienste wie die Spitex können in solchen Si­tua­tio­nen helfen.» Aus diesem Grund habe man in den letzten Jahren das Angebot ausgebaut.Im Zen­trum der städtischen Alterspolitik stehe zukünftig aber nicht nur die Versorgung der älteren Bevölkerung, sondern deren Mitwirkung in der Gesellschaft. «Die Stadt will ein selbstbestimmtes und würdevolles Leben im Alter sicherstellen.» Zu diesem Zweck will Galladé Leitlinien für eine «altersfreundliche Stadt» einführen, die als Grundlage für die Politik dienen sollen.«Älter werden in?…», Nächste Veranstaltung: 22.?10., 14 Uhr im Kirchgemeindehaus Liebestrasse. www.altersforum.ch

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