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Wohnen auf der A1: Stadtrat hält die Idee für «prüfenswert»

Die Stadt will den Vorschlag, auf einem überdachten A1-Abschnitt in Winterthur Wohnungen zu bauen, in Verhandlungen mit dem Astra einbeziehen. Sie warnt aber vor zu hohen Erwartungen.

Die Idee klingt bestechend: Statt dass Autobahnen Lärm verursachen und Grünräume und Siedlungsgebiete spalten, sollen sie mit einem Deckel geschlossen werden. Dann herrscht nicht nur Ruhe, sondern oben ist auch Platz – für den Bau neuer Wohnungen oder für Grün- und Erholungsräume. Ein entsprechendes Projekt des Architekten Claude Schelling hat vor Kurzem für grosses Aufsehen gesorgt. Er schlug vor, auf der A1 im Gebiet Wallisellen eine gross angelegte Überbauung zu erstellen. Ebenso ist auf der A12 bei Fribourg eine Überdachung im Gespräch; das Bundesamt für Strassen Astra hat bereits sein Einverständnis signalisiert. Geht es nach Gemeinderat Beat Meier (GLP), liegt auch in Winterthur ungenutztes Potenzial brach. Allein zwischen Wülflingen und Töss beansprucht die A1 rund 100?0000 Quadratmeter Land, wie er in einer Schriftlichen Anfrage vorrechnet. Meier fragt darin, wie der Stadtrat einer Zusatznutzung der A1 gegenübersteht. Kosten als Totschlagargument Der Stadtrat beantwortet die Frage im Kontext des geplanten Ausbaus der A1 auf sechs Spuren zwischen Ohringen und Töss. Noch die grössten Hoffnungen auf einen Deckel machen dürfen sich demnach die Wülflinger, weil der kantonale Richtplan für ihren Abschnitt eine Überdachung vorsieht. Für andere Autobahnanstösser sieht die Zukunft düsterer aus. Gemäss Astra kämen für den Bund nur Lärmschutzwände in Frage, so der Stadtrat. Was dar­über hinaus gehe, sei durch Dritte zu finanzieren. Vor diesem Hintergrund sind die weiteren Antworten des Stadtrats – wonach eine bauliche Zusatznutzung der überdachten Autobahnen eine «prüfenswerte Option» sei und «in die Überlegungen miteinbezogen» werden soll – mit Vorsicht zu geniessen. Umso mehr, als der Stadtrat die hohen Kosten für die Überdachung herausstreicht. Pro Quadratmeter sei von 4000 bis 10 000 Franken auszugehen.

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